Brahms-Konzert in der Basilika St. Quirin

Am Sonntag, dem 2. November 2014, um 20 Uhr lädt der Förderkreis Kirchenmusik zu einem besonderen Konzert am Allerseelentag in das Quirinusmünster:

Mit "Ein deutsches Requiem" schrieb Johannes Brahms nicht nur ein Glanzstück der romantischen Chorliteratur, es dürfte vielmehr das einzige der im 19. Jahrhundert zahlreich entstandenen Werke für Soli, Chor und Orchester sein, das sich bis heute einer ungebrochenen Aufführungstradition rühmen kann. Zugleich trat der gerade 35-jährige Komponist mit der Uraufführung des vollständigen Werkes am 18. Februar 1869 in Leipzig endgültig in das Licht der Öffentlichkeit.
 
Brahms' Requiem ist ein Werk, das zwischen verschiedenen Gattungen steht. Der Komponist vertonte weder den üblichen lateinischen Text der katholischen Totenmesse, also des Requiems, noch entsprechen die gewählten Bibelverse in ihrer Zusammenstellung deren Intention. Während im katholischen Ritus die Bitte um Erlösung für den Verstorbenen im Mittelpunkt steht, treten bei Brahms die Lebenden, die Hinterbliebenen ins Zentrum der Betrachtung: Sie sind es, die "getröstet werden" sollen, da sie "Leid tragen".
 
Anthony Halliday aus Melbourne spielt an der Münsterorgel vorab von Franz Liszt dessen opulentes Tongemälde "Weinen, Klagen, Sorgen Zagen".
 
Karten sind im Vorverkauf in drei Kategorien erhältlich bei der Tourist-Info und dem Bücherhaus am Münster.