150. Gottestracht der Straberger St.-Hubertus-Schützenbruderschaft

Die Schützen zogen mit dem Allerheiligsten um den Lindenkirchplatz. Foto: TZ
Die Schützen zogen mit dem Allerheiligsten um den Lindenkirchplatz. Foto: TZ

Ein im Rhein-Kreis Neuss einzigartiges Brauchtum stand jetzt in Straberg im Blickpunkt: Die Gottestracht, die Sakramentsprozession der St.- Hubertus-Schützenbruderschaft, fand zum 150. Mal statt. In seiner Predigt in der Festmesse in St. Agatha nannte Domkapitular Prälat Josef Sauerborn das Wirken der Bruderschaft „einen Segen für Straberg“.

Nach dem Gottesdienst, den Pater Johannes Kallarackal und Diakon Michael Offer als Orts- beziehungsweise Bezirkspräses der Bruderschaften mitgefeiert hatten, setzten sich die Schützen um Brudermeister Ulli Baumer samt dem Allerheiligsten in Bewegung, um den Lindenkirchplatz zu umrunden.

Dass die eucharistische Prozession „Gottestracht“ genannt wird, liegt am mittelhochdeutschen Begriff „trahte", dem Substantiv zu tragen. Und da die Schützen Gott quasi zum 150. Mal durch ihren Ort trugen, waren auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) und Wolfgang Kuck, der Kölner Diözesanbundesmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, gekommen.

Seit dem Gründungsjahr 1867 hat sich die Gottestracht der Schützen zu einem Ereignis entwickelt, das ein ganzes Wochenende umfasst. Es beginnt samstags punkt 12 Uhr mit dem Beiern der Kirchturm-Glocken und reicht von Parade und Umzug über den Zapfenstreich bis hin zu Ball und Festkommers.