50 Jahre Burundihilfe - ein Stück Burundi mitten in Neuss!

50 Jahre Burundihilfe - ein Stück Burundi mitten in Neuss!
Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. In dem ostafrikanischen Land müssen mehr als 50 Prozent der Menschen mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen.
Stetige Hilfe im Kampf gegen Hunger und Armut kommt seit langem vom Niederrhein: Die Neusser Augustinerinnen mit ihrer Stiftung Cor unum, das ehrenamtliche Burundi-Komitee und die St. Augustinus-Kliniken unterstützen die Menschen in Burundi. In diesem Jahr jährt sich die beispielhafte, nachhaltige Burundihilfe zum 50. Mal: Ausgehend von den Neusser Augustinerinnen wurde im ärmsten Land der Welt von 1966 bis heute außerordentlich viel bewegt und aufgebaut, viele Menschenleben wurden gerettet.
 
Aus diesem Anlass richtete die Aktionsgemeinschaft "Neuss hilft Burundi" - unterstützt durch Bürgermeister Reiner Breuer als Schirmherrn des Jubiläumsjahres – im Juli einen großen Jubiläumstag im Park des Klosters Immaculata aus.
 
An diesem Tag kam in der Tat „ein Stück Burundi“ nach Neuss und der Orden öffnete seinen großen Klosterpark für die Öffentlichkeit: Gemeinsam mit dem Orden und zahlreichen Ehrengästen aus Burundi konnten sich alle Gäste erfreuen an einer beeindruckenden Deutsch-Afrikanischen Festmesse, mitreißenden, landestypischen Trommelklängen mit zehn Batimbo-Trommlern, echten Zukunftsziegen, einer Open-Air-Fotoausstellung, besonderen kulinarischen Spezialitäten sowie allerhand Exotischem zum Erleben und Mitmachen – nicht nur für Kinder! Erfahrene Burundihelfer, die vor Ort waren, nahmen die Zuschauer in einem anregenden Podiumsgespräch auf einen Streifzug durch 50 Jahre  Burundihilfe mit und berichteten sehr anschaulich von bewegenden Erfahrungen, die sie vor Ort bei ihren humanitären Einsätzen machten.
 
Würdigung von Papst Franziskus inklusive
 
50 Jahre nachhaltige und verlässliche Hilfe: Papst Franziskus erfuhr von der wertvollen Arbeit der Neusser Augustinerinnen und ihrer Helfer und ließ es sich nicht nehmen, aus Rom einen Dankesbrief zu schicken, in dem er ihnen für den wertvollen Dienst christlicher Nächstenliebe dankt und seinen apostolischen Segen schickte! Sr. Praxedis verlas den Brief voller Freude am Jubiläumstag.
 
Viele Partner – ein Ziel
 
Das Burundi-Engagement wurde im 50. Jahr von zahlreichen lokalen Aktionspartnern unterstützt – finanziell, aber auch ganz aktiv: So hatte der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) anlässlich seines Niederrheinischen Radfahrtags eigens eine Familienrallye organisiert, die im Klostergarten beim Burundi-Jubiläumsfest endete und der Fotograf Günther Passage verzichtete auf sein Copyright und ermöglicht so einen wunderbare Fotoausstellung sowie die Herstellung eines Fotokalenders, der gegen Spende erworben werden kann. Dies sind nur zwei von vielen Unterstützerbeispielen.
 
Ein halbes Jahrhundert gelebte Initiative
 
Seit 1966 haben die Neusser Augustinerinnen – einige sogar persönlich und etliche Jahre vor Ort - mit ihren Unterstützern viel bewegt und mehr als sechs Millionen Euro sinnstiftend eingesetzt. Es wurden vor Ort u. a. zwei Krankenhäuser, ein Hospiz und mehrere Schulen aufgebaut, die inzwischen von einheimischen Schwestern zweier Partnerorden weitergeführt werden – stetig unterstützt durch den engagierten Einsatz aus Neuss, der seit 2015 mit der zusätzlichen Übernahme konkreter Patenschaften durch die St. Augustinus-Kliniken neue Fahrt aufgenommen hat. So ist z.B. das Johanna-Etienne-Krankenhaus aktiver Pate eines Krankenhauses in Burundi, die St. Augustinus-
Behindertenhilfe unterstützt als Pate den Neubau eines Zentrums für junge Menschen mit Behinderung im Norden des Landes.
 
Heute an morgen denken - Ziegen geben Zukunft
 
Ein ganz aktuelles Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt ist das der Zukunftsziegen:
Alleinstehende junge Mütter erhalten eine Ziege als Basis für ihren Lebensunterhalt. Die Milch der Ziegen ist nahrhaft, mit dem Mist der Tiere werden die Felder gedüngt. Gezüchtete Zicklein werden verkauft und ermöglichen ein zusätzliches, kleines Einkommen. Damit können die Frauen Arzt- oder Schulbesuche bezahlen. Das erste weibliche Zicklein, das die Ziege bekommt, geben die Frauen in der Gemeinschaft weiter. So wächst das Hilfsprojekt von selbst und trägt zum Aufschwung bei.
Viele Neusser Bürger sind inzwischen schon "auf die Ziege" gekommen: Mit einer einmaligen Spende in Höhe von 30 Euro kann eine Ziege in Burundi angeschafft und an bedürftige Frauen vor Ort weitergegeben werden. Die Garanten für den Erfolg dieses Projektes sind die Partnerorden der Neusser Augustinerinnen, die
deren Werk verlässlich fortführen. Auch die Mitarbeiter der St. Augustinus-Kliniken spenden engagiert für Zukunftsziegen: Stationen der Krankenhäuser in Neuss und Mönchengladbach sammelten für Zukunftsziegen, erfolgreiche EM-Tipprunden spendeten gar gleich zehn Ziegen auf einen Schlag!
 
Ein Land im Ausnahmezustand
 
Seit über einem Jahr ist Burundi in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand: 300.000 Menschen sind diesem Bürgerkrieg schon zum Opfer gefallen. Rund eine Million sind auf der Flucht. Die Hilfe wird daher aktuell dringender denn je gebraucht.
Im diesjährigen Weltglücksindex der Vereinten Nationen ist Burundi ein Mal mehr das Schlusslicht und auch dies macht deutlich, dass weiterhin verlässliche Hilfe von hier aus geboten ist. Umso wichtiger, dass die Burundihilfe im Gespräch und am Leben erhalten bleibt.
 
Spendenkonto bei Sparkasse Neuss
 
Neuss hilft Burundi
IBAN DE35 3055 0000 0093 5088 69
 
 
Vielseitige Informationen über die Burundihilfe und den Jubiläumstag gib es unter:
 
www.facebook.com/neuss.hilft.burundi
www.neuss-hilft-burundi.de