Altes Pastorat in Wevelinghoven gerettet

Helmut Coenen am Baustellenschild des Alten Pastorats. Foto: TZ
Helmut Coenen am Baustellenschild des Alten Pastorats. Foto: TZ

Gute Nachricht aus der Gemeinde St. Martinus: Die Sicherung der barocken Bausubstanz ist abgeschlossen, das zuvor stark einsturzgefährdete Alte Pastorat neben der Wevelinghovener Kirche ist gerettet.

"Das Gebäude ist eines der ältesten Häuser in der Stadt Grevenbroich und hat deshalb eine große Bedeutung für die Ortsgeschichte“, erklärt Helmut Coenen vom Kirchenvorstand St. Martinus. Der Dachstuhl ist jetzt restauriert, seine originalen Eichenbalken werden von neuen Pfannen und darunterliegendem Stroh trocken gehalten. Einige Mauern sind rekonstruiert worden. Wände, zuvor löchrig wie ein Schweizer Käse, wurden verdichtet sowie vom Pilz- und Schimmelbefall befreit.

Coenen und seine Mitstreiter möchten in dem Komplex „Alt und Neu integrieren“. Sie planen, das Alte Pastorat als Eingangsbereich des künftigen Pfarrzentrums, das dahinter entstehen soll, zu gestalten und dort Zeugen der Historie zu präsentieren. Dass es davon viele gibt, verdeutlicht schon das originelle Baustellenschild, das Coenen, ein Grafiker, geschaffen hat. Auf einer stuckverzierten Kaminhaube sind ein Löwe und das Baujahr 1653 zu sehen. Zusammen mit dem jetzigen Pfarrhaus aus dem 19. Jahrhundert ist das Alte Pastorat in der Denkmalliste der Stadt Grevenbroich aufgeführt. Zuletzt diente es als Flüchtlingswohnung und Lager.