Ausstellung über das Knechtstedener Lazarett

Eine Impression aus der Lazarett-Ausstellung.
Eine Impression aus der Lazarett-Ausstellung.
„Ein Stück Zeitgeschichte: Lazarett Knechtsteden 1940-1945“ heißt eine neue Ausstellung im Kreuzgang des Spiritaner-Klosters.
 
Den Besucher erwartet eine Vielfalt von Zeugnissen aus dem Zweiten Weltkrieg: Zitate von Zeitzeugen, zeitgenössische Fotos, Originaldokumente aus dem Archiv der deutschen Spiritaner sowie Ausstellungsobjekte, die zum Teil sogar noch aus den Beständen des alten Lazaretts stammen.
 
Angestoßen wurde die Ausstellung dank des Ankaufs von rund 50 Fotos des Lazaretts durch den Förderverein für das Missionshaus Knechtsteden und deren öffentlichen Aufruf, die Personen auf den erworbenen Fotos zu identifizieren. Nach intensiven Recherchen in ihrem Archiv und aufschlussreichen Gesprächen mit Zeitzeugen zeichnen die Spiritaner in ihrer Ausstellung ein Bild von dem Knechtstedener Lazarett, wie es bisher in den Geschichtsbüchern nicht zu finden war.
 
Die Vielfalt und die Originalität der präsentierten Zeugnisse, die von den Ausstellungsmachern bewusst nicht interpretiert werden, ermöglichen es dem Besucher, sich selber ein Bild von der „wahren“ Geschichte des Knechtstedener Lazaretts zu machen. 1940 bis 1945 wurde in Knechtsteden zunächst ein Reservelazarett, dann ein Kriegslazarett eingerichtet. Nach der Aufhebung des Missionshauses und der Ausweisung der meisten Ordensmänner wurde das Lazarett vom ehemaligen Pilgerhaus auf die Wohnräume der Patres und Brüder erweitert. Bis zu 750 Verwundete wurden damals in dem Knechtstedener Lazarett versorgt. Die Ausstellung ist bis zum 1. Mai täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.