Ausstellung über forschende Missionare im Kloster Knechtsteden

Missionar bei einem afrikanischen Herrscher: Die Ausstellung in Knechtsteden hat viele Facetten.
Missionar bei einem afrikanischen Herrscher: Die Ausstellung in Knechtsteden hat viele Facetten.
Es mag vielleicht nicht überraschend sein, dass Spiritaner-Missionare wie aus Knechtsteden Bibeln und fromme Schriften in einheimische Sprachen wie Ewondo oder Swahili verfassten. Bemerkenswert aber ist, dass sie neben der Missionsarbeit zum Beispiel einen mehr 700 Kilometer langen Fluss im Urwald des Ama­zons kartographiert, einen Wetterwarndienst in der karibischen See betrieben oder aber die Clementine gezüchtet haben.
 
Die Ausstellung „Noch Arbeit für 200 Jahre…: Spiritaner-Missionare – Pioniere, Forscher und Erfinder“ zeigt die erstaunlichen Ergebnisse von Ordensmännern, die als Pioniere, Forscher und Erfinder gearbeitet haben. Denn vor allem im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert haben sie nicht selten systematisch wissenschaftliche Studien in verschiedenen Disziplinen wie Völkerkunde, Geogra­phie, Botanik, Zoologie, Linguistik, aber auch in ungewöhnlicheren Bereichen wie Meteorologie oder Seismologie betrieben.
 
Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr im Knechtstedener Kreuzgang zu sehen. Der Zugang ist über die Basilika möglich. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Finanzierung der kommenden Aus­stellung wird gebeten.