BDKJ: Neusser zum Diözesanvorsitzenden gewählt

Pfarrer René Fanta, Volker Andres und Elena Stötzel (v.l.n.r.)
Pfarrer René Fanta, Volker Andres und Elena Stötzel (v.l.n.r.)

Rund 90 Delegierte der katholischen Jugendverbände sind am ersten Adventswochenende zur Jahresversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln zusammengekommen, um über gemeinsame Ziele zu beraten und entscheiden – und einen neuen Vorstand zu wählen.

Mit großer Mehrheit wählten die Delegierten Volker Andres (28) aus Neuss zum neuen Diözesanvorsitzenden. Der Theologe arbeitet als Jugendreferent in der Katholischen Jugendagentur Leverkusen/Rhein-Berg/Oberberg und war knapp vier Jahre ehrenamtlicher Diözesanleiter der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Erzbistum Köln. In seiner Vorstellung erklärte Volker Andres, dass er sich für die Stimme der Kinder und Jugendlichen stark machen wolle: „Ich durfte in den Jugendverbänden viel erleben und lernen, das möchte ich weitergeben. Für die Belange von Kindern und Jugendlichen will ich mich mit ganzer Kraft in Kirche, Politik und Gesellschaft einsetzen. Wir müssen die Themen von Kindern und Jugendlichen zu den Entscheidungsträger*innen bringen und für sie kämpfen. So halte ich eine Absenkung des Wahlalters für einen wichtigen Schritt zu mehr Generationengerechtigkeit“. Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen wird auch das Thema des Fachtags „Wir wollen mehr“ sein, die der BDKJ im kommenden Jahr organisieren wird. 

Diözesanvorsitzende Elena Stötzel (29) wurde, ebenfalls mit großer Mehrheit, wiedergewählt. Die Erziehungswissenschaftlerin aus Forsbach bei Rösrath setzte sich in den vergangenen drei Jahren in ihrem Amt insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit und die Anerkennung sexueller Vielfalt ein. Gemeinsam mit Pfarrer René Fanta bilden sie den neuen Vorstand.

Nach sechs Jahren wurde Susanne Breyer aus ihrem Amt der Diözesanvorsitzenden verabschiedet. „Die Jugendverbände werden Kirche, Staat und Gesellschaft auch weiterhin gestalten mit der prophetischen Kraft der Jugend. Ich durfte Teil von etwas Großem sein“, sagte die Psychologin. Dass auch sie Großes in ihrem Amt geleistet hat, zeigte die Wertschätzung der Delegierten und ihrer Verbände. Für ihr Engagement wurde sie mit dem Jugendverdienstorden in Bronze des Bundes der St. Sebastianus Schützenjugend sowie mit dem Goldenen Ehrenkreuz des BDKJ ausgezeichnet.