Bruderschaftstag der Schützen in Frixheim

Pfarrer Ehrlich (links) und Bezirksbundesmeister Kuck.
Pfarrer Ehrlich (links) und Bezirksbundesmeister Kuck.
Mit dem Thema „Schuld und Vergebung“ beschäftigte sich jetzt der Bezirksverband Nettesheim im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Frixheim.
 
Karoline Kahm, stellvertretende Brudermeisterin, sorgte mit ihrem Team für das Wohl der Gäste beim alljährlichen Bruderschaftstag. Die beachtliche Teilnehmerzahl von über 50 Schützenbrüdern und -schwestern ließ eine interessante Diskussion erwarten. Der Referent, Diözesanjungschützenpräses Pfarrer Stefan Ehrlich, ist schon von Berufs wegen und als stellvertretender Bundesvorsitzender der katholischen Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland, praxisnah im Thema.
 
Sein Referat eröffnete Ehrlich mit einem Zitat von Dietrich Bonhoeffer: „Wo Menschen sagen ,verloren‘, sagt ER ,gefunden‘, wo Menschen sagen ,gerichtet‘, sagt ER ,gerettet‘, wo Menschen sagen ,nein‘, sagt ER ,ja‘“. Die Frage, ob wir nicht manchmal so handeln, wie der, dem die Schuld erlassen wurde, dem anderen aber gegenüber kleinlich ist, müsse jeder für sich beantworten.
 
Die Füllung der Werte „Glaube, Sitte und Heimat“ müsse kontinuierlich erfolgen, folgerte der Nettesheimer Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck. Man müsse darüber reden, man müsse davon träumen, und man müsse auch hinterfragen. Werte neu mit Inhalt zu füllen, heiße nicht, sie über Bord zu werfen, sondern vielmehr sie zu überdenken.
 
„Gerade als Bruderschaft gilt es, sich immer wieder daran zu erinnern: Jeder Mensch ist mein Bruder. Fehler muss man vergeben können“, so Kuck. Dass der Bruderschaftstag mit seinem schwierigen Thema kein Fehler war, das versicherte Kuck mit einem herzlichen Dank an den Referenten.