Caritas-Krippe zeigt Flüchtlingsdrama in Grevenbroich

So sieht die Caritas-Krippe in Grevenbroich aus.
So sieht die Caritas-Krippe in Grevenbroich aus.
Die Weihnachtskrippe des Caritasverbands Rhein-Kreis Neuss ist jetzt im Foyer der Geschäftsstelle an der Montanusstraße in Grevenbroich zu sehen.
 
Die Darstellung zeigt in diesem Jahr nicht wie gewohnt einen Stall, blühende Zweige, Tannengrün und leuchtende Gewänder, sondern eine ganz andere Szenerie: der „Tisch“ wird zur Sporthalle, auf einer Turnmatte liegt Maria mit einer Decke gegen die Kälte geschützt, Josef steht – fast hilflos – daneben, ein Hirte schaut dem Geschehen tatenlos zu. „Später werden es auch die Mächtigen der Erde in Gestalt der Heiligen Dreikönige begreifen, dass man sich für diese Menschen einsetzen muss“, so Peter Brunsbach von der Caritas und Pastor Jochen Koenig, die sich für die Krippe engagieren.
 
Denn viele Menschen hätten ihre Türen im Flüchtlingsdrama nicht zugeschlagen („denn in der Herberge war kein Platz“), sondern sie würden helfen, wo sie nur könnten. „Viele Menschen sagen bei allem, was ihnen selbst zu schaffen macht: Seid willkommen – welcome – bienvenue – benevenuto – bienvenidos – powitanie – bun venit“, heißt es.
 
Die Figuren der Caritas-Krippe stammen wahrscheinlich aus dem früheren Neusser St.-Anna-Kinderheim und sind etwa 100 Jahre alt. 2012 konnte für die Erweiterung der Holzschnitzer Guido Hosp aus Bad Bayersoien am See gewonnen werden. So kamen zunächst die Heiligen Drei Könige und zur Adventszeit 2013 Ochs‘ und Esel dazu.