Caritasverband Rhein-Kreis Neuss: Hausnotruf-System ist ein Erfolg

Organisieren bei der Caritas das Angebot Hausnotruf: Leiterin Birgid Geyr (rechts) und Mitarbeiterin Sabine Holz. Foto: P. Wirtz
Organisieren bei der Caritas das Angebot Hausnotruf: Leiterin Birgid Geyr (rechts) und Mitarbeiterin Sabine Holz. Foto: P. Wirtz

Ein Sturz, ein plötzlicher Schwächeanfall oder Schlimmeres – mit dem Alter steigt die Sorge vor den kleinen oder großen Notfällen im Alltag. Eine Beruhigung für Senioren und Angehörige bietet der Hausnotruf des katholischen Caritasverbands im Rhein-Kreis Neuss. Per Knopfdruck kann damit rund um die Uhr Hilfe mobilisiert beziehungsweise ein Gespräch hergestellt werden. „Rund 1000 Menschen nutzen den Dienst bereits, Tendenz steigend“, berichtet Birgid Geyr vom Caritas Hausnotruf-Dienst.

„Die Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen“, ergänzt ihre Kollegin Sabine Holz. Der Hausnotruf gibt ihnen Sicherheit, im Notfall nicht alleine zu sein. Oft seien es aber auch die Angehörigen, die den Dienst bestellen, um ein wenig Verantwortung abgeben zu können. Im vergangenen Jahr sei das Interesse am Hausnotruf noch einmal gestiegen. „Wir hatten deutlich mehr Anfragen“, berichtet Geyr. Über die Gründe kann sie nur spekulieren. Möglich sei ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis im Zuge der Pandemie.
 
Die hat auch Einfluss auf den Caritas-Hausnotrufdienst: „Wir kommen zwar nach wie vor ins Haus, um das Notruf-Gerät zu installieren, bemühen uns aber, unseren Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten.“ So wird zum Beispiel die Anamnese, also die Krankheitsgeschichte, schon vorher telefonisch oder schriftlich abgefragt. „Wir merken aber, dass die Senioren mehr Redebedarf haben, wenn unsere Mitarbeitenden ins Haus kommen“, so Geyr.
 
Trotz einer erhöhten Nutzerzahl, ist die Zahl der Hilfs-Einsätze in etwa gleich: 417 im Jahr 2020 und 414 im Jahr davor. Und so funktioniert der Dienst: Beim Auslösen des Notrufknopfes wird der Anrufer sofort mit der Notrufzentrale verbunden. Der dortige Ansprechpartner sieht auf einem Bildschirm den Namen des Anrufers und auch die Krankengeschichte. Bis zum Eintreffen der Hilfe, wird der Sprechkontakt aufrechterhalten. Sollte der Knopf versehentlich oder zu Testzwecken ausgelöst werden, ist das kein Problem: „Wir nehmen jeden Anruf gleich wichtig“, betont Birgid Geyr.