Dekanate im Erzbistum werden neu geordnet

Dekanate im Erzbistum werden neu geordnet
Die rund 50 Dekanate im Erzbistum Köln werden neu geordnet. Zukünftig sollen die bisherigen 15 Stadt- und Kreisdekanate die - im Kirchenrecht vorgesehenen - Dekanate des Erzbistums sein. Für den Rhein-Kreis Neuss bedeutet dies, dass die beiden Dekanate Neuss/Kaarst und Grevenbroich/Dormagen ersatzlos wegfallen bzw. im jetzt schon bestehenden Kreisdekanat aufgehen.
 
Mit dieser Änderung greift die Organisationsstruktur des Erzbistums die kirchliche Entwicklung der letzten Jahre auf, bei der sich Gemeinden in größeren Seelsorgebereichen zusammenschlossen, die jeweils von einem Pfarrer geleitet werden. Bildeten früher etwa zehn bis 15 Pfarreien ein Dekanat, sind es heute oft nur noch wenige; in einigen Fällen ist das Dekanat identisch mit einem Seelsorgebereich. Umgesetzt wird die neue Struktur, wenn eine entsprechende neue Dekanatsordnung erarbeitet ist.
 
Der Entscheidung von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zur Neuordnung gingen ein längerer Konsultationsprozess sowie zustimmende Voten der Mitglieder des Priesterrates voraus. Die neue Dekanatsordnung ermöglicht weiterhin, dass - wo immer gewünscht - auch unterhalb der neuen Dekanatsebene sinnvolle Organisationsformen gelebt werden können, etwa in den regelmäßigen Konferenzen und Begegnungen der Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie in der Ansprechbarkeit für kommunale Partner. In allen Stadt- und Kreisdekanaten bestehen zudem bewährte Gremien der Laienmitverantwortung. Eine gegebenenfalls bestehende Zusammenarbeit der Laien aus Pfarreien und Verbänden auf der Ebene der bisherigen Dekanate wird unter anderem Namen auch weiterhin möglich sein.