Den Rat (nicht) neu erfinden

Es gibt viele Baustellen - nicht nur an Kirchen, sondern auch in den Gremien.
Es gibt viele Baustellen - nicht nur an Kirchen, sondern auch in den Gremien.
Auf Einladung des Katholikenrates Rhein-Kreis Neuss und des katholischen Bildungswerkes familienforum edith stein trafen sich kürzlich Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Vertreter des Katholikenrats zu einem Workshop im Edith-Stein-Haus in Neuss.

Erfahrungsaustausch und kollegialer Rat kreisten um das Thema: „Meine Rolle und Aufgabe als PGR-Vorsitzender“. Gut zwei Jahre nach ihrer Wahl arbeiten die Pfarrgemeinderäte in den dreizehn Seelsorgebereichen im Kreisdekanat im Rhein-Kreis Neuss in vielfältigen konzeptionellen und organisatorischen Aufgabenfeldern. Vielerorts ist der Umgang mit den neuen Strukturen noch im Aufbau, müssen Menschen neu angesprochen und Kontakte neu hergestellt werden. Erstellen von Pastoralkonzepten, Neuordnung von Erstkommunion- und Firm-Katechese, veränderte Gottesdienstordnungen, neue Wege der internen und externen Kommunikation oder Verzahnung von Orts- und Sachausschüssen mit dem Pfarrgemeinderat wollen bewältigt werden und fordern die ehrenamtlich Tätigen enorm heraus. Nicht nur innerhalb der Pfarrgemeinderäte, sondern auch im Zusammenspiel mit den Seelsorge-Teams vor Ort müssen oft noch die jeweiligen Aufgaben und Kompetenzen ausgelotet und miteinander verabredet werden.

Die Teilnehmer des Workshops hatten die Gelegenheit, voneinander zu lernen und sich kollegiale Tipps zu geben. Die Vorbereitung und Moderation hatten Kathrin Odenthal, Walter Pesch und Joachim Braun vom Katholikenratsvorstand übernommen. Den Horizont erweitern, sich gegenseitig bestätigen, die eigene Rolle überdenken, die eigenen Motivationsquellen nicht vergessen um die Lust am Ehrenamt zu erhalten und in den wichtigen und großen Themen der Ortskirche voran zu kommen – das nannten die Teilnehmer als Motivation für weitere Treffen, die etwa zwei Mal im Jahr stattfinden sollen.

Joachim Braun