Diözesaner Seniorenchortag in Knechtsteden war ein voller Erfolg

Erfolgreicher Seniorenchortag in Knechtsteden: Kantor Bernhard Nick und Sopranistin Ingrid Fraunholz. Foto: TZ
Erfolgreicher Seniorenchortag in Knechtsteden: Kantor Bernhard Nick und Sopranistin Ingrid Fraunholz. Foto: TZ
Das Thema „Singen im Alter“ wird zunehmend wichtiger, die Forschung darüber schreitet voran, und auch die konzeptionelle Vielfalt, um den Gesang mit älteren Menschen zu ermöglichen, entwickelt sich erfreulich. Zu diesem Schluss kommt Bernhard Nick, Regionalkantor mit der bistumsweiten Aufgabe „Seniorenchöre“. In der Basilika und im Norbert-Gymnasium in Knechtsteden im Kreisdekanat Neuss leitete er jetzt einen diözesanen Chortag für die Generation „60plus“, der 110 Teilnehmer anlockte.
 
Nick bot die Veranstaltung an, um professionelle Chorleiter weiterzubilden und gleichzeitig Sängerinnen und Sänger älteren Semesters zusammenführen, die Neues ausprobieren wollten. Als ausgewiesene Expertin für den Bereich „Stimmentwicklung bei Senioren“ war Sopranistin Ingrid Fraunholz aus Brühl angereist. Der Tag endete mit einem Vespergottesdienst mit Spiritaner-Pater Hermann-Josef Reetz.
 
„Die Senioren sind ein fundamental tragendes Element der Kirche und der Kirchenmusik“, betont Bernhard Nick. Der Grund sei der Sachverhalt, dass sie einen langen Glaubensweg gegangen sind und viel Wissen, Erfahrung und Glaubenstiefe in sich tragen, die sie weitergeben könnten. „So ist die ältere Generation grundlegend wichtig für die Weitergabe des Glaubens. Und wie kann man das schöner verwirklichen als im Singen?“, fragt Nick.
 
Die Generation „60plus“ kann also viel weitergeben, auch wenn ältere Stimmen mitunter etwas rauher klingen mögen als jüngere. „Aber der Erfahrungsschatz, der in diesen älteren Stimmen mitschwingt, kann eine junge Stimme nicht vermitteln. Und so gilt es, die ältere Stimme in ihrem besonderen Potenzial zu fördern“, sagt Kantor Nick, der aus Radevormwald stammt. Jeder wisse, dass man mit zunehmendem Alter Gefahr laufe, „einzurosten“. Für Nick heißt es deshalb, bei den ersten Wehwehchen entgegenzusteuern und Strategien zu entwickeln, um mit diesen umzugehen.

Der Chortag diente denn auch dazu, immer wieder den Zugang zu seiner Stimme zu finden und diese klingend zu erhalten. Der Veranstaltung war geprägt von theoretischen und praktischen Inhalten, differenziert nach Sängern und Dirigenten. Die Tatsache, dass auch die entsprechende Chorliteratur vorgestellt wurde, die in die Gestaltung des Abendgebets einfloss, schloss den Kreis.