Diözesanverband der Schützen tagte in Anstel

Der Diözesanvorstand der Schützenbrüder.
Der Diözesanvorstand der Schützenbrüder.
Über 200 Delegierte der über 50.000 Schützen im Kölner Diözesanverband des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften fanden sich jetzt zur Bruderrats- und Vertreterversammlung in der Schützenhalle in Anstel ein.

Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck aus Deelen und seine Vorstandskollegen zeigten sich mit dem Besuch äußerst zufrieden. Die Versammlung begann traditionell mit einem Gottesdienst, zelebriert von Diözesanpräses Pfarrer Reinhold Steinröder. Konzelebrant war Pfarrer Alexander Wimmershoff.

Die Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) war eines der zentralen Themen der Zusammenkunft. Als Referenten wurden der Geschäftsführer des Bezirks Köln/Aachen im Volksbund, Martin Gadow, und Schützenbruder Friedhelm Pauen begrüßt. Gadow stellte den VDK vor, der vor etwa zwei Jahren eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften abgeschlossen hat. Durch den Rückzug der Bundeswehr und der Reservisten ist der Volksbund, der sich zu 80 Prozent aus Mitgliederbeiträgen und Spenden und nur zu 20 Prozent aus staatlichen Zuschüssen finanziert, verstärkt auf ehrenamtliche Helfer, wie die Schützen, angewiesen. Die Pflege der Kriegsgräber im Ausland ist übrigens eine staatliche Aufgabe, die beispielsweise in Großbritannien oder Amerika zu 100 Prozent durch die öffentliche Hand finanziert wird.

In seinem Geschäftsbericht ließ Diözesanbundesmeister Kuck das zurückliegende Schützenjahr Revue passieren. Das reine Zahlenmaterial mit. 120 Terminen und 7500 Fahrkilometern konnten nur grob den Arbeitsaufwand vermitteln. Nicht in Zahlen ausdrücken könne man aber die Erfahrungen und positiven Erlebnisse bei den unterschiedlichsten Begegnungen, hieß es. Dabei stellte Kuck nicht ohne Stolz fest, dass die Teilnahme am Bundesfest 2010 in Vechta mit 23 von 31 Bezirksverbänden unbestritten ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war. Ähnliches konnte auch Diözesanjungschützenmeister Tobias Kötting für die Bundesjungschützentage im vergangenen Jahr in Zülpich vermelden, um dabei an dieser Stelle ausdrücklich die professionelle und erfolgreiche Arbeit der Veranstalter hervorzuheben. Mit ihrer hohen Beteiligung und einem attraktivem Programm zählte diese Veranstaltung zu den herausragenden ihrer Art.