Diskussion über Zukunft des Seniorenstifts St. Josef in Gustorf

Die Pforte des Seniorenstifts St. Josef in Gustorf wird nun vorerst doch nicht geschlossen. Foto: TZ
Die Pforte des Seniorenstifts St. Josef in Gustorf wird nun vorerst doch nicht geschlossen. Foto: TZ

Der Plan, das Seniorenstift St. Josef der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Gustorf zum 30. Juni 2020 zu schließen, wird nicht aufrechterhalten. Darüber informierte Dr. Meik Schirpenbach, der leitende Pfarrer im Sendungsraum „Grevenbroich/Rommerskirchen“, die Öffentlichkeit.

„Auf dringendes Werben von mir und Heimleiter André Rasch sowie mit intensiver Unterstützung des Erzbistums wird nun durch den Kirchenvorstand ein weiterer Zeitraum eingeräumt, tragfähige Alternativen zu einer Schließung zu prüfen und nochmals mit in Frage kommenden Trägern Kontakt aufzunehmen, die einen Neubau durchzuführen bereit wären“, heißt es. Das Seniorenstift wurde 1884 errichtet, in den 1970-er Jahren neu gebaut und ist marode. An den Schließungsplänen war Kritik entbrannt. Im Internet auf „openpetition.de“ waren schnell fast 3000 Bürger dagegen.

„Dass jetzt der Kirchenvorstand so verrissen wird, halte ich für heuchlerisch“, kritisiert Schirpenbach. Seine Ansicht ist klar: „Jedes Dorf hat den Kirchenvorstand, den es verdient, denn dieser wird ja demokratisch gewählt. Die Wahlbeteiligung zeigt, wie groß das Interesse an diesen wichtigen Aufgaben ist. Wo blieb vorher das Interesse kompetenter Leute? Keiner kann mir erzählen, dass in diesem so gut vernetzten Dorf keiner etwas wusste. Oder ist es mit der Dorfgemeinschaft doch nicht so weit?“