Dormagen-Nord: Wache vor der Osternacht

In St. Agatha findet nach der Wache die Feier der Osternacht statt. Foto: TZ
In St. Agatha findet nach der Wache die Feier der Osternacht statt. Foto: TZ
Wie in vielen Gemeinden ist es auch im Dormagener Norden nicht mehr möglich, die Osternachtfeier in allen Kirchen zu feiern. Diese Lücke wollen einige engagierte Menschen nicht schließen, aber überbrücken, indem sie vorbereiten auf den höchsten Gottesdienst im Jahr.
 
Eine „Nacht der Wache“ bietet der Seelsorgebereich „Dormagen-Nord“ deshalb am Karsamstag, 30. März, ab 20 Uhr im Pfarrzentrum St. Josef in Delhoven an. Nach der Entzündung von „Wachelichtern“ gibt es ein festliches Essen in Erinnerung ans Paschamahl. Anschließend kann jeder, der möchte, eine eigene Osterkerze gestalten. Um 23 Uhr beginnt eine von Jugendlichen gestaltete „Wachenacht“ mit Liedern und Meditationen. Um 2 Uhr brechen die Teilnehmer zu Fuß auf, um sich auf dem Weg über Knechtsteden mit inhaltlich vertiefenden Stationen zu beschäftigen. Ab 5.30 Uhr feiern sie dann die Osternacht in der Straberger Kirche St. Agatha mit. Es ist auch gut möglich, nur einzelne Teile der „Nacht der Wache“ mit zu machen.
 
Im Vorfeld hatte es einen Gesprächsabend unter dem Leitwort "…eine Nacht wie keine andere: die Osternacht" im Delhovener Pfarrheim gegeben. Die Leitung übernahm Diplom-Theologe Norbert Gernand. "Lange, lange Lesungen, und das auch noch nachts. Aber auch Elemente, die zu Herzen gehen wie Osterfeuer, Osterkerze, Tauferinnerung, Halleluja… Von langer Weile über fremd-bezaubernd bis hin zu anrührend und anheimelnd hat die Osternacht alles zu bieten", so der Experte. Was ist das für eine Feier, die uns so fremd und doch so nah ist, so ganz anders ist als alle anderen und zugleich der wichtigste Gottesdienst im Jahr? Die Teilnehmer des Gesprächsabends haben gemeinsam den Blick geschärft für diese Feier mit ihren Hintergründen. "Mit einem Augenzwinkern und Schmunzeln sollte dabei auch die Ironie der Geschichte - wovon es bei der Osternacht reichlich zu berichten gibt - nicht zu kurz kommen", so Gernand.