Dormagener Pilger auf den Spuren Christi im Heiligen Land

Beeindruckt vom Heiligen Land: die Dormagener Pilger um Pfarrer Stelten. Foto: Carina Wernig
Beeindruckt vom Heiligen Land: die Dormagener Pilger um Pfarrer Stelten. Foto: Carina Wernig
Auf den Spuren Jesu Christi und der Jünger wandelten jetzt 37 Dormagener elf Tage im Heiligen Land. Die Pilger- und Studienreise "Biblische Orte beiderseits des Jordan" führte dabei unter der Leitung von Pfarrer Peter Stelten von St. Michael zu vielen Stätten des Evangeliums und des Alten Testamentes (Moses am Berg Nebo, Jesu Taufstelle im Jordan) durch Israel, Palästina und Jordanien.
 
"Wir gehen gleichsam im Evangelium spazieren", kündigte Stelten an - und so trafen die Pilger auf viele bekannte biblische Orte: Kafarnaum, Berg der Seligpreisungen, Brotvermehrungskirche am See Genezareth, Berg Tabor, Jerusalem mit Garten Gethsemane, Ölberg, Via Dolorosa und Grabeskirche, wo die Dormagener eine Heilige Messe am römisch-katholischen Golgotha-Altar feierten. Überhaupt waren es ungewöhnliche Orte, an denen die Messe gefeiert wurde: Mitten in der jordanischen Wüste erlebten die Dormagener während einer Jeep-Fahrt einen bewegenden Gottesdienst auf einem Stein-Plateau, für das die Sakristeigruppe um Ansgar Beuten einen Altar herrichtete.
 
Zahlreiche Begegnungen mit Menschen, die im Heiligen Land wirken, gaben den Teilnehmern einen guten Überblick über das Leben und Arbeiten in den Länder, die die Wiege der katholischen Religion sind. Besonders eindrücklich berichteten die Ordensschwestern Monika Düllmann und Schwester Hildegard, die in Hospiz und Krankenhaus arbeiten, sowie Pater Nikodemus Schnabel, der neue Obere der Benediktiner-Abtei Dormitio auf dem Berg Zion in Jerusalem, der in Dormagen sein Buch "Zuhause im Niemandsland" vorgestellt hatte. Auch Michael Ebel, Kanzler der Deutschen Botschaft in Tel Aviv, und die evangelische Pfarrerin Gabriele Zander aus der Auguste Viktoria Himmelfahrtskirche stellten den Dormagenern ihren Alltag vor.
 
Es gab zudem Abstecher ins Westjordanland, nach Beit Jala und Bethlehem. In Jesu Geburtsort berichtete Bürgermeisterin Vera Baboun, eine katholische Christin, bei einem Treffen den Pilgern eindrücklich, wie sie gegen eine Ein-Staaten-Lösung und friedlich darum kämpft, dass Palästina anerkannt wird. Ihr Dormagener Amtskollege Erik Lierenfeld sagte: "Eine beeindruckende Begegnung."