Dormagener Raphaelshaus half Flutopfern in Niederbayern

Die bayerischen Flutopfer waren dankbar für die Hilfe aus dem Raphaelshaus.
Die bayerischen Flutopfer waren dankbar für die Hilfe aus dem Raphaelshaus.
Es ist Tradition im katholischen Jugendhilfezentrum "Raphaelshaus" in Dormagen, dass bei Naturkatastrophen geprüft wird, wie die Einrichtung helfen kann. In der Vergangenheit war dies an der Elbe, am Rhein, an der Weichsel, an der Donau und an der Elster der Fall. Dieses Mal war der Landkreis Rottal-Inn durch starke Unwetter besonders betroffen. Binnen Stunden schwollen sogar harmlose Rinnsale zu reißenden Flüssen an, zerstörten Häuser, Autos und die Infrastruktur. Sogar vier Tote waren zu beklagen.
 
So gab es kein Zögern. Die Janusz-Korczak-Gruppe, die Otmar-Alt-Gruppe, die Horst-Wackerbarth-Gruppe und die Kurt-Hahn-Gruppe fuhren wohl ausgerüstet nach Niederbayern, um die Menschen bei der Beseitigung der Hochwasserschäden zu unterstützen. Insgesamt waren 30 Kinder und Jugendliche, zehn Pädagogen und drei Lehrerinnen im Einsatz. Alle Beteiligten meldeten sich spontan freiwillig für die Tour. Fünf Busse und zwei Anhänger waren im Einsatz.
 
Bewusst wurde die Gemeinde Anzenkirchen ausgewählt, da Simbach als am stärksten geschädigte Gemeinde viel Zulauf von freiwilligen Helfern hatte. Die Gruppen halfen Familien in diesem Dorf bei den Aufräumarbeiten. Beschädigte Holzböden, zerstörte Möbelstücke und Unmengen von Unrat wurden beseitigt. Die Jungen arbeiteten in Teams unter Anleitung der pädagogischen Fachkräfte des Raphaelshauses.
 
Hans Scholten, der Direktor des Raphaelshauses, bedankte sich bei allen Helfern und Helferinnen für den Idealismus und das Engagement. „Viele kleine und große Hände können vieles bewirken! In dieser Woche haben die Jungen bewiesen, welche guten Ressourcen in ihnen stecken. Auf meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bin ich sehr stolz.“