Eigener Schatten zeigt die Zeit: Neue Sonnenuhr am Kloster Langwaden

Prior Pater Bruno Robeck segnete die begehbare neue Sonnenuhr am Kloster Langwaden. Foto: TZ
Prior Pater Bruno Robeck segnete die begehbare neue Sonnenuhr am Kloster Langwaden. Foto: TZ

Der Park des Zisterzienser-Klosters Langwaden hat jetzt einen neuen Blickfang: Es ist eine große, begehbare Sonnenuhr, die Prior Pater Bruno Robeck vor vielen Gästen gesegnet hat, unter ihnen Kreisdechant Monsignore Guido Assmann.

„Um die Standardisierung und Egalisierung unseres Lebens immer wieder in Frage zu stellen, haben wir uns bewusst für eine Sonnenuhr entschieden, die die wahre Ortszeit zeigt, das heißt, dass zur Zeit des höchsten Sonnenstandes an diesem Ort unsere Uhr 12 Uhr mittags anzeigt. Wir greifen damit eine uralte Tradition auf, die vor 135 Jahren sang- und klanglos aufgegeben worden ist“, so der Prior.

Bei dem Langwadener Exemplar handelt es sich um eine ellipsenförmige Sonnenuhr, von der es ein vergleichbares Modell lediglich in Norddeutschland gibt. Der Langenfelder Mathematiker Willy Bachmann hat sie am Reißbrett konstruiert, Frank Maaser und sein Gartenbau-Team sorgten für die praktische Umsetzung.

Besucher können nun in die Mitte der Uhr gehen, sich auf das am Boden markierte, tagesaktuelle Datum stellen und die Uhrzeit mit Hilfe ihres Schattens, der als „Zeiger“ fungiert, ablesen. Außerdem informiert die Uhr über Sonnenauf- und -untergangszeit, die Himmelsrichtungen sowie die Sommer- und Wintersonnenwende.