Ein neues Zentrum für die Jugend

Neuss hat wieder ein Zentrum für die Jugendpastoral. In der vergangenen Woche segnete Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb die neuen Räume am Münsterplatz ein. Im Erdgeschoss des Kardinal-Frings-Hauses, wo früher die Altenstube von St. Quirin ihren Platz hatte, ist nun eine neue Anlaufstelle für junge Christen entstanden.

Dort werden Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer, Referentin Doris Reis und Berater des Jugendmigrationsdienstes ihre Büros haben. Auch den Mitarbeitern des Bunds der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und der katholischen Fachstelle für Jugendpastoral und Jugendhilfe stehen Arbeitsplätze zur Verfügung. Ein großer Versammlungsraum steht den Verbänden, Arbeitsgruppen und Mitarbeitern ebenfalls offen. Die Trägerschaft für die neue Einrichtung haben die katholischen Jugendwerke im Rhein-Kreis Neuss übernommen.

Die neuen Räume sind ein Ersatz für das alte katholische Jugendamt (KJA), das im zweiten Stock des Kardinal-Frings-Hauses seinen Sitz hatte. Im Rahmen des Projektes „Zukunft heute“ wurden die katholischen Jugendämter im ganzen Erzbistum Köln zu fünf sogenannten Fachstellen zusammengelegt. Für Neuss ist seitdem die Fachstelle in Düsseldorf zuständig. Gegen die Aufgabe des Standortes am Münsterplatz gab es vor etwa zwei Jahren Widerstände. Unter dem Motto „Rettet das KJA“ sammelten engagierte Jugendleiter fast 700 Unterschriften. Nach zwei Jahren der Unsicherheit und des Wartens haben sie nun aber wieder eine Anlaufstelle.

Elke Schlangen, Vorstandsmitglied beim Neusser BDKJ, sieht das neue Zentrum als Anlaufstelle bei Fragen und Problemen und erwartet Hilfestellung beispielsweise bei Anträgen. Zwar befürchtet sie, dass nicht alle Aufgaben des alten KJA fortgeführt werden und beklagt, dass der persönliche Austausch mit den Mitarbeitern über Probleme wohl wegfallen werde; gleichzeitig ist die 21jährige aber optimistisch: „Ich denke, dass so gut wie möglich versucht wird, die Aufgaben des ehemaligen KJA zu erfüllen.“

Thomas Kaumanns