Erinnerung an einen großen Gönner: Anton-Scheben-Fenster für die Basilika

Dieses Glasfenster, das Anton Scheben zeigt, wird jetzt im Ostchor der Knechtstedener Basilika eingesetzt. Foto: Großsteinbeck
Dieses Glasfenster, das Anton Scheben zeigt, wird jetzt im Ostchor der Knechtstedener Basilika eingesetzt. Foto: Großsteinbeck

„Schebens Tünn“, mit bürgerlichem Namen Anton Scheben, war ein Kölsches Original. Und er hat sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass das Kloster Knechtsteden nach dem Brand vor 150 Jahren wiederaufgebaut wurde. Jetzt soll ein Glasfenster, das ihn darstellt, im Ostchor der Basilika eingebaut werden.

Vor sieben Jahren war dieses Glasfenster, das ursprünglich hinter dem Altar angebracht war, schon einmal zurück in Knechtsteden – als Leihgabe der Glasbaufirma Oidtmann in Linnich zum Silberjubiläum des Fördervereins für das Missionshaus. Jetzt wird das Bildnis endgültig an den ursprünglichen Ort zurückgegeben.

„Schebens Tünn“, Inhaber der Brauerei und Gastwirtschaft „Zur Zweipann“, schätzte das Kloster wegen seines Groß-Onkels Winand Kayser. Der letzte Prämonstratenser-Chorherr von Knechtsteden hatte das Kloster nach der Säkularisation mit Freunden erworben. 1869 brach in der Landwirtschaft jedoch ein Feuer aus und zerstörte die Anlage.

1879 gründete Scheben den „Bau- und Reparaturverein Knechtsteden“ mit. Im gleichen Jahr initiierte Freiherr von Heinsberg, der Neusser Landrat, den „Verein zur Erhaltung der Abteikirche Knechtsteden“. Beiden gelang es, viel Geld zu sammeln, das dem Wiederaufbau diente. 1890 wurde die Basilika neu geweiht.