Erste Dormagener Nacht der Kirchen

St. Michael öffnet seine Pforten. Foto: TZ
St. Michael öffnet seine Pforten. Foto: TZ
Katholiken, Protestanten und Baptisten haben ein ökumenisches Projekt auf die Beine gestellt. So etwas hat es in der Chemiestadt noch nicht gegeben.

Stundengebet und Musik, Lesung und Gespräch, Orgel-Besichtigung und Turm-Besteigung – die erste Dormagener „Nacht der Kirchen“ lockt mit einer Vielzahl von Angeboten. Am Samstag, 16. Juli, öffnen die drei Gotteshäuser in der Innenstadt von 20 bis 24 Uhr ihre Pforten. Es sind die katholische Pfarrkirche St. Michael an der Kölner Straße, die evangelische Christuskirche an der Ostpreußenallee und die Kirche der Baptisten an der Bürger-Schützen-Allee.

Als „Startschuss für mehr gelebte Ökumene, mehr gegenseitiges Verständnis und weitere gemeinsame Aktionen“ wollen die Seelsorger Peter Stelten, Frank Picht und Roger McCloy das Projekt verstanden wissen. „Wir haben eine Menge zu bieten und wissen, dass viele Dormagener unsere Kirchen nicht kennen", sagt Stelten, der die katholische Gemeinde St. Michael leitet. Er möchte „keine Verbrüderungsaktion", denn „wir leben in unterschiedlichen Welten, pflegen unterschiedliche Stile, und das darf durchaus deutlich werden".

Ganz in diesem Sinn sollen den Besuchern Gemeinsamkeiten und Unterschiede genauso erfahrbar gemacht werden wie jene Elemente, die Christen einen. Die Besucher können die Gotteshäuser in Ruhe erforschen und in ihnen zur Einkehr kommen. Jeweils eine halbe Stunde wird ab 20, 22 und 23.30 Uhr zu Andachten geladen, die unterschiedlich gestaltet werden. Der erste Erfolg der Aktion hat sich nach Ansicht der Seelsorger bereits bei der Vorbereitung eingestellt: „Wir haben uns besser kennengelernt"