Esperanza-Sprechstunde im Kreiskrankenhaus

Dr. Karl-Günter Noé, Karin Kloeters, Martina Roeseling und Verwaltungsdirektor Harald Schmitz (v. l.).
Dr. Karl-Günter Noé, Karin Kloeters, Martina Roeseling und Verwaltungsdirektor Harald Schmitz (v. l.).
Nicht nur Schwangere, die sich stationär im Kreiskrankenhaus in Hackenbroich aufhalten, sondern alle, die ein Kind erwarten oder gerade bekommen haben, können nun auf der Geburtsstation eine Sprechstunde der Schwangerschaftsberatungsstelle "Esperanza" nutzen. Auch werdende Väter sind angesprochen.

Damit bietet die Beratungsstelle des Caritasverbands neben ihrem Standort im Dormagener „Haus der Familie“ eine weitere Anlaufstelle an. „Wir wollen Familien sozusagen im Verbund medizinische Angebote und umfassende Beratung zu allen Fragen unterbreiten, die Schwangerschaft und Geburt berühren“, darin sind sich "Esperanza"- Leiterin Karin Kloeters und Chefarzt Dr. Karl-Günter Noé einig.

So berät die Diplom-Sozialpädagogin Martina Roeseling bei Konflikten, die durch die Schwangerschaft ausgelöst wurden und bei Lebens- und Beziehungsfragen. Sie informiert und hilft bei finanziellen Fragen und sozialrechtlichen Ansprüchen, zum Beispiel zu Hartz IV, Wohngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag und Elterngeld. Bei Bedarf gewährt die Beraterin auch finanzielle Beihilfen über die „Bundesstiftung Mutter und Kind“ und vermittelt Sachleistungen für die Baby-Erstausstattung. Außerdem gibt es konkrete Unterstützung im Umgang mit Behörden und bei der Suche nach einer Kinderbetreuung. Beratung und Begleitung bei Fragen zu vorgeburtlichen Untersuchungen und bei zu erwartender Behinderung eines Kindes gehören ebenso zum Beratungsangebot.

Nicht immer endet eine Schwangerschaft jedoch mit der Geburt eines Kindes. „Auch Eltern, die ein Kind durch Fehl- oder Totgeburt verloren haben, können sich Raum und Zeit für ihre Gefühle nehmen und werden bei der Bewältigung ihrer Situation unterstützt. Außerdem können sich Frauen und Männer, die durch einen Schwangerschaftsabbruch in eine emotionale Krise geraten sind, mit den Beweggründen für den Abbruch und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzen“ erläutert Karin Kloeters die vielfältigen Möglichkeiten in der Sprechstunde.

Das Kooperationsprojekt der Caritas und des Kreiskrankenhauses soll zunächst sechs Monate dauern und bei entsprechender Nachfrage fortgeführt werden. Die Sprechstunde wird 14-täglich montags von 14 bis 17 Uhr angeboten. Weitere Informationen sind unter Telefon (0 21 33) 2 50 02 00 zu erhalten.