Familienberatung wird digitaler: Neuer Video-Chat hat zahlreiche Vorteile

Setzen auf Digitalisierung: Birgit Röttgen und ihr Mitarbeiter Thomas Overlöper von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Caritas in Grevenbroich. Foto: M. Scherag
Setzen auf Digitalisierung: Birgit Röttgen und ihr Mitarbeiter Thomas Overlöper von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Caritas in Grevenbroich. Foto: M. Scherag

Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle in Grevenbroich hat die Corona-Krise genutzt, um einen neuen Kommunikationskanal aufzubauen. So ist jetzt neben einer Telefon- und Internet-Beratung auch ein Kontakt per Video-Chat möglich. „Wir haben damit positive Erfahrungen gemacht“, so Birgit Röttgen, die Leiterin.

Wie in den Beratungsstellen des katholischen Caritasverbands in Neuss und Dormagen wurden auch in Grevenbroich Laptops gekauft, auf denen ein leistungsstarkes und datensicheres Videokonferenz-Tool installiert ist. Damit ist ein unkompliziertes audiovisuelles Gespräch möglich. Die Klienten benötigen keine spezielle Software. Ein Tablet-Computer oder Smartphone mit Kamera, Mikrofon und Internetzugang reicht aus.

Was Röttgen schnell erkannt hat: Gerade Jugendliche tun sich leicht mit solchen Kommunikationswegen, weil sie Teil ihrer Lebenswirklichkeit sind. Auch für Eltern im Homeoffice ist ein Video-Chat bequemer als der Gang in die Beratungsstelle. Bewährt hat sich die Neuerung auch bei Paaren in Trennung, da das emotional stark aufgeladene direkte Zusammentreffen entfällt und das Gespräch am Bildschirm meist entspannter verläuft.

Die Video-Beratung soll auch nach der Corona-Zeit angeboten werden, die direkte Beratung aber „keineswegs ersetzen, sondern um eine weitere Facette ergänzen“, wie Röttgen sagt.