Familiensynode: Kölner Umfrageergebnisse in Rom

Familiensynode: Kölner Umfrageergebnisse in Rom
Die Ergebnisse der Befragung im Erzbistum Köln fließen in die Außerordentliche Bischofssynode ein, die auf Einladung des Papstes derzeit in Rom stattfindet. Unter dem Titel „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ sprechen die Teilnehmer über das Thema Familie in ganz unterschiedlichen Facetten.
 
Auf Anregung von Papst Franziskus waren weltweit Gläubige aufgerufen worden, sich mit den Fragen zum Thema Familie zu beschäftigen. Im Erzbistum Köln hatten sich an dieser Befragung Ende des vergangenen Jahres einige tausend Menschen auf ganz unterschiedliche Weise beteiligt. In Düsseldorf gab es zum Beispiel einen "Konvent der Verantwortlichen" mit 70 Teilnehmern und auf verschiedenen Internetseiten konnte man sich online beteiligen, etwa beim Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und dem Familienbund Köln. Alleine in Bonn nahmen auf diese Weise 2.217 Menschen an der Befragung teil. Bei der Auswertung liefen die Fäden im Kölner Generalvikariat zusammen, alle Antworten aus dem Erzbistum Köln wurden im Referat Ehe- und Familienpastoral ausgewertet und in einer Zusammenfassung auf 23 Seiten auch im Internet zur Verfügung gestellt.
 
„Insgesamt wird die Lehre der Kirche als welt- und beziehungsfremd angesehen", lautet darin die Zusammenfassung zur Frage nach der Lehre der Kirche im Bezug auf die Familie. Dabei sei die Lehre der Kirche nur wenig bekannt und werde oft auf die Themen "Unauflöslichkeit der Ehe" und die Aussagen zur Sexualität reduziert. In diesem Bereich „driften die Lebenswelten von Kirche und Gesellschaft eklatant auseinander". So sehen die Befragten eine gesellschaftliche Praxis der Trennung und Ehescheidung und eine zunehmende Offenheit für alle möglichen Formen von Partnerschaft (homosexuelle Verbindungen, Patchwork-Familien).
 
Die Ergebnisse aus Köln wurden an die Deutsche Bischofskonferenz und von dort nach Rom weitergeleitet, wo sie in das „Instrumentum laboris“ eingingen. Vom 5. bis 19. Oktober sprechen 161 Synodenväter und 62 weitere Teilnehmer nun über die Diskrepanz zwischen der kirchlichen Lehre und der Überzeugung vieler Christen. Dokumente zur Synode hat das Erzbistum Köln auf einer Internetseite zusammengestellt. Der Leiter des Referates Ehe- und Familienpastoral Dr. Holger Dörnemann verfolgt die Synode und präsentiert in seinem Blog die Statements, Entwicklungen und den aktuellen Verlauf. Der Blog und die Dokumente sind zu finden unter der Adresse: www.erzbistum-koeln.de/familiensynode.