Festival Alte Musik: Beethoven steht im Kloster Knechtsteden im Blickpunkt

In der Basilika St. Andreas werden die meisten Veranstaltungen des Festivals Alte Musik im Kloster Knechtsteden ausgetragen. Foto: TZ
In der Basilika St. Andreas werden die meisten Veranstaltungen des Festivals Alte Musik im Kloster Knechtsteden ausgetragen. Foto: TZ

Das Festival Alte Musik mit dem Schwerpunkt in der Knechtstedener Klosterbasilika St. Andreas steht unter dem Beethovens Chorfantasie entlehnten Motto "Nacht und Stürme werden Licht". Nach Wochen der intensiven Umplanungen während der Corona-Krise steht jetzt das Programm zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens fest, der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Eröffnet wird das Festival am Samstag, 19. September, von Dorothee Oberlinger mit La Follia, einem Programm voller Verrücktheiten und lärmender Lustbarkeiten der Barockmusik. Oberlingers kongenialer Gegenspieler in der Basilika ist Dmitry Sinkovsky, Teufelsgeiger und Countertenor in Personalunion. Der Festivalauftakt wird zusätzlich live im Internet gestreamt.

Am Sonntag, 20. September, lädt die traditionelle Landpartie ins London des 17. Jahrhunderts ein. Regisseur Tobias Winter inszeniert Mad Songs von Henry Purcell und Zeitgenossen in der Theaterscheune Knechtsteden. Die beliebten Wahn-Gesänge zwischen Liebe, Lust und Leid werden von SolistInnen der Rheinischen Kantorei und dem Ensemble Schirokko unter Leitung von Edzard Burchards in Szene gesetzt.

An die scheue Verehrung des jungen Franz Schubert für den übermächtigen Beethoven knüpft ein großer Liederabend mit Schuberts Winterreise an. Der Zyklus, mit dem sich der selbstzweifelnde Schubert als herausragender Liedkomponist verewigte, wird am Montag, 21. September, im Kreismuseum Zons mit Veronika Winter und Klaus Heidemann am Klavier zu erleben sein.

Höhepunkt des Festivals ist die lange Beethoven-Nacht am Dienstag, 22. September. Sie spürt Beethovens Vorbildern wie J. S. Bach, aber auch Zeitgenossen wie Haydn, Ries, Salieri oder Hummel in ausgewählten Musiken und Wortbeiträgen nach. Hermann Max führt das facettenreiche Programm zusammen mit Vokalformationen der Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert auf mehreren Bühnen in der Klosterbasilika auf.

Die Basilika ist auch Schauplatz der Gregorianischen Nacht, wenn das prominent besetzte Frauen-Vokalensemble Tiburtina am Donnerstag, 24. September, Jungfrauen und Märtyrer in Hymnen und Motetten in glasklarer Vielstimmigkeit beschwört. Das Ensemble aus Prag hat bereits im letzten Jahr für Begeisterungsstürme gesorgt und beschließt mit seinem Programm Flos inter spinas die diesjährige Festivalsaison. Näheres im Internet: www.knechtsteden.com