Flagge zeigen: Pfarrgemeinderat und Ortsausschüsse setzen sich für Toleranz ein

An der Holzheimer Pfarrkirche St. Martinus flattert jetzt eine Regenbogen-Fahne. Foto: TZ
An der Holzheimer Pfarrkirche St. Martinus flattert jetzt eine Regenbogen-Fahne. Foto: TZ
„Flagge zeigen“ heißt eine Aktion des Pfarrgemeinderats (PGRs) und der Ortsausschüsse im Seelsorgebereich Neuss-West/Korschenbroich, zu dem Holzheim und Reuschenberg sowie Glehn und Grefrath gehören. Dort wurden Regenbogen-Fahnen als Zeichen für Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen gehisst als Reaktion auf die Entscheidung des Vatikans, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht segnen zu wollen. Plakate und Gebete schließen den Kreis.
 
Der Text der Organisatoren im Wortlaut: „Die Regenbogen-Fahne steht in zahlreichen Kulturen weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden. Sie gilt als Zeichen der Hoffnung und der Sehnsucht und steht für Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen. Seit den 1970er-Jahren ist die Regenbogen-Fahne auch ein internationales schwul-lesbisches Symbol.
 
Der PGR-Vorstand hat als Reaktion auf die Entscheidung des Vatikans, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht segnen zu wollen, den Vorschlag in den PGR und in unsere Ortsausschüsse gegeben, mit diesem Zeichen, diesem Symbol, Flagge zu zeigen. Eine Aktion, die von uns allen Mut erfordert, mit der, und das ist den Verantwortlichen bewusst, nicht alle in unseren Gemeinden und im Erzbistum einverstanden sein werden.
 
Uns geht es ausschließlich um den Schutz und die Anerkennung von Paaren, die im christlichen Glauben leben und zueinander Ja sagen, die den gemeinsamen Lebensweg zusammen gehen wollen und dies unter den Segen Gottes stellen möchten.
 
Dazu gehören gleichgeschlechtliche Paare und geschiedene, wiederverheiratete Paare. Diese Paare hoffen, wie alle Paare, die sich lieben, dass unser Gott sie auf diesem gemeinsamen Weg begleitet. Diesen Wunsch anzuerkennen und zu unterstützen ist der Anspruch der Aktion ,Flagge zeigen‘.“