Förderverein sucht Paten für Nägel

Bruder Wilhelm Schüller, Stephan Großsteinbeck, Hermann-Josef Lenz. Foto: TZ
Bruder Wilhelm Schüller, Stephan Großsteinbeck, Hermann-Josef Lenz. Foto: TZ
Der Förderverein für das Missionshaus Knechtsteden macht im wahrsten Sinn des Wortes Nägel mit Köpfen: Er sammelt jetzt auf ungewöhnliche Weise Geld für die Sanierung der Tür im Südportal der Basilika.

Gegen eine Spende von mindestens fünf Euro kann jeder Interessierte eine Patenschaft über einen der 946 Nägel des stark beschädigten Tores in Ochsenblutrot übernehmen. In einem Modell, das Spiritaner-Bruder Wilhelm Schüller – ein gelernter Schreiner – angefertigt hat, wird für jeden Ziernagel, der einen Paten gefunden hat, ein kleines Pendant eingeschlagen. „Die Paten“, so Hermann-Josef Lenz, Vorsitzender des Fördervereins, „können sich auf Wunsch in einem Buch eintragen. Ab einem Betrag von 25 Euro erhalten sie eine Urkunde.“ Stephan Großsteinbeck, das jüngste Vorstandsmitglied, hofft darauf, „dass am Ende der Fastenzeit der letzte Nagel eingeschlagen ist“. Mit dem gesammelten Geld aus der Aktion und dem Vermächtnis einer Dame soll die über 18.000 Euro teure Sanierung finanziert werden. Aufsteigende Bodenfeuchtigkeit und Witterungseinflüsse haben der imposanten hölzernen Tür arg zugesetzt. Auftretende Spannungen führten zu tiefen Rissen an der Oberfläche. Eingedrungenes Wasser ließ zudem das Holz aufquellen. Die Arbeiten an dem Tor sind Teil einer umfangreichen Sanierung der Südseite der Wallfahrtskirche, an der der steigende Grundwasserspiegel große Schäden verursacht hat.