Förderverein will ökumenischen Kreuzweg errichten

So könnte einmal eine Station des ökumenisches Kreuzweges aussehen.
So könnte einmal eine Station des ökumenisches Kreuzweges aussehen.
In Neuss soll ein ökumenischer Kreuzweg mit sieben Stationen an öffentlichen Plätzen entstehen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, gründete sich kürzlich ein Förderverein.

Das Projekt ist mittlerweile nicht mehr ganz neu, aber dennoch deutschlandweit einzigartig: Aus dem guten ökumenischen Miteinander von Pfarrer Jörg Hübner (evangelische Bonhoeffer-Gemeinde) und Pfarrer Herbert Ullmann (früher katholische Gemeinden Hl. Dreikönige und St. Pius) heraus entstand die Idee, einen ökumenischen Kreuzweg mit Stationen an sieben Plätzen in der Neusser City zu errichten und damit gemeinsam ein öffentliches Christus-Bekenntnis abzulegen. Im Gespräch sind der Platz am Zeughaus, der Durchgang am Sebastianuskloster, die Wiese hinter der Christuskirche, die Fassade gegenüber dem Mahnmal am Platz der alten Synagoge, die Grünfläche an der Dreikönigenkirche sowie der Wendersplatz. Mit Markus Lüpertz ist darüber hinaus bereits ein renommierter Künstler gefunden, dem die Realisierung der Idee übertragen werden könnte.

Einzig die Finanzierung ist bislang unsicher. Experten schätzen, dass Kosten in siebenstelliger Höhe anfallen könnten. Kirchenmittel stehen derweil nicht zur Verfügung. "Wie soll das gehen?" fragt der katholische Kreisdechant Msgr. Guido Assmann. "Das Geld ist so knapp, dass wir Einrichtungen schließen müssen." Öffentliche Mittel sollen zwar beantragt werden, doch ob diese fließen, ist noch ungewiss.

Deshalb soll der ökumenische Kreuzweg nach den Vorstellungen der Initiatoren ein Projekt Neusser Bürgerschaft werden. So gründete sich denn kürzlich ein Verein, der die Konzeptionierung vorantreiben, vor allem aber Spenden sammeln will. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Dr. Joachim Goetz gewählt, Schatzmeister ist Dr. Ilmo Pathe. Das Amt des Schriftführer bekleidet Thomas Nickel.