Frater Martin legte in Langwaden ewige Gelübde ab

Frater Martin hat sich ans Kloster Langwaden gebunden. Foto: TZ
Frater Martin hat sich ans Kloster Langwaden gebunden. Foto: TZ
Frater Martin Garbsch ist angekommen: Im Kloster Langwaden, das genauso 50 Jahre alt ist wie er selbst, hat der Zisterzienser-Mönch die ewigen Gelübde abgelegt. 

„Man muss von Inneren her bereit sein, Ja zu sagen. Wenn man das kann, ist es okay“, sagt der Ordensmann, der in Bad Schwartau in Schleswig-Holstein geboren wurde. „Ein Gegrummel“ vor dem großen Schritt bestreitet Frater Martin nicht, „denn es ist schwer, den Gehorsam zu leben in einer Zeit, in der alle selbstbestimmt sein wollen“. Trotzdem: „Es war mir klar, dass ich das machen möchte“, berichtet der Mönch, der im Bistum Aachen aufgewachsen ist.
 
In St. Ottilien, der Erzabtei der Missionsbenediktiner in Schwaben, hat Frater Martin den Beruf des Gärtners gelernt. Zum Schneider ausgebildet wurde er in der Zisterzienser-Abtei Marienstatt im Westerwald. Danach hat er 20 Jahre „draußen gelebt“, wie Garbsch es bezeichnet. Mit anderen Worten: Er wurde Altenpfleger und arbeitete in Seniorenzentren in Köln und Heinsberg.
 
Die Sehnsucht nach einem klösterlichen Leben verdrängte diese Zeit nicht. Im Gegenteil: Ab 2004 besuchte Frater Martin Langwaden immer wieder, zwei Jahre später wurde er als Postulant aufgenommen, 2008 folgten die ersten Gelübde. Jetzt zeichnet er, der stundenlange Spaziergänge mag, für die Bekleidung der Mönche sowie die Blumen in Kloster und Kapelle verantwortlich. Der Konvent unter Leitung von Pater Prior Bruno Robeck zählt inzwischen zehn Mönche, sieben davon mit ewigen Gelübden.