Frimmersdorf: St. Martin vor 250 Jahren erbaut

Barocke Pracht: St. Martin in Frimmersdorf. Foto: TZ
Barocke Pracht: St. Martin in Frimmersdorf. Foto: TZ

„ANNO 1765“ lautet die Inschrift im Torsturz des Portals von St. Martin, und das hat einen guten Grund: Vor 250 Jahren ließ der Prämonstratenser-Abt von Knechtsteden die Kirche erbauen, die zu einem unübersehbaren Wahrzeichen für Frimmersdorf geworden ist.

Die Gemeinde feierte das Jubiläum mit einem Gottesdienst. Danach ging’s zu einem Empfang ins neue Pfarrzentrum, das gerade in unmittelbarer Nachbarschaft entstanden ist. Bevor die moderne Architektur ins Blickfeld rückte, hatten die Gläubigen also erst einmal die Gelegenheit, die Architektur der Baumeister von 1765 zu betrachten.

Die barocke Kirche besitzt zwei Seitenaltäre, die Maria und Sebastian geweiht sind, sowie einen Hochaltar mit der figürlichen Darstellung des heiligen Martin und dem Bettler, mit dem er seinen Mantel teilte. Die Rückseite des Gotteshauses wird von einem der ältesten und schönsten Orgelprospekte im Kreisdekanat Neuss eingenommen. Das Orgelwerk selbst soll um 1790 aus dem Kölner Raum nach Frimmersdorf gebracht worden sein.

Die von Kriegsschäden verschonte Kirche wurde nach 1956 in mehreren Etappen außen und innen gründlich überholt. Neben ihr steht das historische Pfarrhaus von 1731.