Further Scheibenschützen trafen sich mit Flüchtlingen

Further Scheibenschützen trafen sich mit Flüchtlingen
Nicht über Flüchtlinge reden, sondern mit ihnen. Das taten die Further Scheibenschützen von 1932 an einem Nachmittag in der Adventszeit. Im Anschluss an die Aufführung eines Kindermusicals in der Heilig Geist-Kirche trafen sie sich zu einem gemütlichen Beisammensein Einheimischer und Zugewanderter.
 
Pfarrer Klaus Nickel hatte zu dem Treffen aufgerufen und auch um Kuchenspenden gebeten, die Scheibenschützen hatten sich für Auf- und Abbau sowie weitere Hilfe angeschlossen. Mehr als 150 Personen folgten der Einladung. Trotz Sprachbarrieren gingen sie sogleich aufeinander zu und begannen "Gespräche". Besonders die Jungschützen fanden bei ihresgleichen direkt und schnell Kontakt.
 
Thomas Loebelt, einer der Teilnehmer, berichtet: „Ich selber war anfangs noch unsicher, habe dann aber auch schnell in die Kommunikation hinein gefunden. Es war ein schöner Nachmittag. Am folgenden Montag bin ich nochmal in die Flüchtlingsunterkunft gegangen, um eine große Tüte Weihnachtsplätzchen abzugeben. Ich wurde von den Menschen dort wiedererkannt und sah ihre Freude im Gesicht über meinen Besuch.
Meine Erkenntnis daraus war, dass man erst einmal mit den Menschen zusammen kommen muss und hinhören muss, was sie berichten, bzw. was sie erlebt haben. Erst danach kann man sich eine Meinung dazu bilden. Das alles hat mich tief berührt und ich werde wohl niemals den Gesichtsausdruck des Jungen vergessen, als er mir von Mord, Terror, Angst und Gewalt des IS erzählt hat.“