Gedenkstätte für jüdische Opfer auf dem Gustorfer Pfarrfriedhof

Ein Teil der neuen Gedenkstätte in Gustorf. Foto: TZ
Ein Teil der neuen Gedenkstätte in Gustorf. Foto: TZ

Sie hießen Marx oder Katz, Kaufmann oder Löwenthal und erlitten ein grausames Schicksal: Zwölf jüdische Familien, die in Gustorf oder Gindorf ihre Heimat hatten, fielen während der Herrschaft der Nationalsozialisten dem Holocaust zum Opfer.

Jetzt erinnert auf dem Friedhof der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt eine Gedenkstätte an sie, in deren Mauern sowohl das Kreuz als christliches als auch der Davidstern als jüdisches Glaubenssymbol eingearbeitet sind. „Beeindruckend“ findet das nicht nur Monsignore Guido Assmann, der Pfarrverweser der Pfarreiengemeinschaft „Elsbach/Erft“.

Initiiert wurde das Projekt mit den Granitplatten vom neuen Ortsnetzwerk, in dem die Repräsentanten der heimischen Gesellschaften vertreten sind. „Gustorfer und Gindorfer jüdischen Glaubens waren in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelt und Mitglieder in Schützen- und Karnevalsvereinen... Ihrem Leben, Wirken und Ihrer Ermordung soll an dieser Stätte gedacht werden, denn nur wer vergessen ist, ist wirklich tot“, steht auf einer Tafel zu lesen.

Für das Vorhaben auf dem Pfarrfriedhof wurde das Blumenbeet, das an die Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten und die im Krieg getöteten Zivilisten grenzt, komplett umgestaltet. Die Kosten trugen Unternehmen und Privatleute. Langfristig werden immergrüne Bodendecker die Gedenksteine umrahmen.