Gedenkstätte in den alten Bunkern: Raphaelshaus erinnert an den Krieg

Dem Krieg in alten Bunkern gedenken: Raphaelshaus-Direktor Marco Gillrath. Foto: TZ
Dem Krieg in alten Bunkern gedenken: Raphaelshaus-Direktor Marco Gillrath. Foto: TZ

Unter dem Gelände des Raphaelshauses in Dormagen schlummern vier Schutzräume, die bis zu 2,20 Meter hoch, 2,65 Meter breit und 10,50 Meter lang sind. Die Bunker wurden vor rund 80 Jahren mit Schleusen und Verbindungsweg zu einem begehbaren Ganzen ausgebaut, sind jetzt dem Dornröschenschlaf entrissen worden und dienen fortan als Erinnerungsort im Gedenken an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs.

Auch wenn die Eröffnung der Corona-Krise zum Opfer gefallen ist, so hat das Jugendhilfezentrum des Katholischen Erziehungsvereins für die Rheinprovinz damit ein bemerkenswertes museumspädagogisches Projekt auf die Beine gestellt. „Aus der festen Überzeugung heraus, dass wir uns an die Geschichte erinnern müssen, möchten wir diese insbesondere für Kinder und Jugendliche erlebbar machen“, so Direktor Marco Gillrath.

Die Gedenkstätte sei entstanden „im ewigen Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus, im Wissen um die Notwendigkeit, Demokratie und Toleranz zu lehren, und um an das heutige Leid von Mädchen und Jungen in weltweiten Kriegen zu erinnern“. Insgesamt 24 Stufen führen in die Tiefe. „Man spürt sofort die Enge, Angst und Ungewissheit, die hier unten geherrscht haben muss", sagt Gillrath, der sich mit seinem Team intensiv mit Sicherheit, Brandschutz und Belüftung beschäftigt hat, ehe das Werk vollendet war.