Gesprächsreihe über Toleranz und Dialog in Nievenheim

Pfarrer Koltermann spricht über Toleranz und Dialog. Foto: TZ
Pfarrer Koltermann spricht über Toleranz und Dialog. Foto: TZ
Eine Gesprächsreihe zum Thema „Toleranz und Dialog" bietet Klaus Koltermann, leitender Pfarrer im Seelsorgebereich „Dormagen-Nord", an. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Zukunft unserer Gesellschaft auch davon abhängt, ob es ihr gelingt, Muslime zu integrieren", so der Geistliche.
 
Diese Herausforderung könne nur gemeistert werden, wenn die Gesellschaft offen sei für Muslime — und wenn die Muslime die Bereitschaft zeigten, sich integrieren zu lassen. Damit dieser Prozess gelingen könne, sei Toleranz im aktiven Sinne von Anerkennung gefordert. „Verstehen wollen, auf andere zugehen", diese Grundhaltung müssten alle einnehmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Die Gesprächsabende, die jeweils donnerstags um 20 Uhr im Pfarrheim St. Pankratius in Nievenheim beginnen, beschäftigen sich mit den Herausforderungen, Grenzen und Perspektiven von Toleranz und können auch einzeln besucht werden. Es geht um die Themen „Toleranz — was ist das?" (17. März), „Die Grenzen der Toleranz" (28. April), „Toleranz und Dialog — historische Perspektiven" (19. Mai) und „Toleranz im interreligiösen Dialog" (23. Juni).
 
In Deutschland habe die Toleranz in den vergangenen 25 Jahren abgenommen, heißt es in der Beschreibung der Gesprächsreihe. Zu diesem Ergebnis war 2013 eine Studie der Bertelsmann-Stiftung gekommen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt im internationalen Vergleich und differenziert innerhalb Deutschlands gemessen hatte.