Glehner Sternsinger im Petersdom

Glehner Sternsinger im Petersdom
Prächtige Gewänder, funkelnde Kronen und leuchtende Sterne: Gestern feierten 22 Sternsinger aus Glehn und Grefrath in Rom den Neujahrsgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. Für Kai, Gina und Jennifer wurde ein Wunsch wahr: Sie sprachen mit dem Heiligen Vater.

Die 15 Jahre alte Jenny Bienioschek aus der Pfarrgemeinde St. Pankratius Glehn war vom Neujahrsgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. völlig begeistert. Kein Wunder, gehörte sie doch zu den drei Sternsingern aus Glehn und Grefrath, die am Neujahrstag mit ihren Kronen und in ihren Gewändern an der Gabenprozession im Petersdom teilnehmen durften. "Es war total unglaublich, dass der Papst mich bei den Händen gefasst hat und sich richtig über unser Kommen gefreut hat."

Neben Jenny, die eine silberne Spendendose trug, kamen auch Kai Puschmann (16) aus der Pfarre St. Stephanus Grefrath und Gina Rehberg aus Glehn dem Heiligen Vater im Vatikan besonders nahe. Die Zwölfjährige war nach dem Gottesdienst noch ganz aufgeregt: "Meine größte Angst war, dass mir beim Gang zum Papst der Sternsinger-Umhang herunterfällt. Ich war so nervös", wiederholte sie und erklärte: "Aber der Papst hat uns total nett empfangen." Und als er erfuhr, dass die Sternsinger aus dem Erzbistum Köln stammten, sagte Papst Benedikt XVI. zu der Zwölfjährigen: "Neuss ist eine schöne Stadt."

Im Rahmen der Gabenprozession überreichten die Sternsinger dem Heiligen Vater auch eine Hilfe des Kindermissionswerks für Kinder in Not. Monsignore Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", regte in einem Begleitschreiben an, die Spende in einer Region der Welt einzusetzen, in der Christen verfolgt werden. Gina durfte die Ankündigung in einem schmuckvollen Kästchen überreichen.

"Es ist immer wieder ein Erlebnis, den Heiligen Vater zu erleben", schwärmte dann auch Pfarrer Michael Tewes. Zudem sprach er von einer "großen Ehre" für seine Gruppe: "Die 22 Jungen und Mädchen sind stellvertretend für die Sternsinger der ganzen Welt nach Rom eingeladen." Während Kai, Jenny und Gina an den Altar treten durften, hatte die Glehner Gruppe aus der ersten Reihe des Seitenschiffes einen "tollen Blick" auf den Papst.

Und auch beim sich anschließenden Angelusgebet auf dem Petersplatz wandte sich das Kirchenoberhaupt vor allem an die 22 Sternsinger um Pastor Tewes: "Die Sternsinger zeigen uns mit ihrem Tun etwas ganz Wichtiges: Der Glaube will nämlich ausgesprochen und weitergesagt werden. Nur so bleibt er lebendig", sagte der Papst. Die Glehner Gruppe, die daraufhin in unüberhörbaren Jubel ausbrach, wurde nochmals belohnt. "Er hat uns zugewunken", wertete Tewes diese menschliche Geste als "große Anerkennung".