Grevenbroich: Caritas und Kirche mit Hilfsprojekt für Corona-Risikogruppen

Caritas und Kirche in Grevenbroich vermitteln Helfer und Menschen aus Risikogruppen während der Corona-Krise. Foto: TZ
Caritas und Kirche in Grevenbroich vermitteln Helfer und Menschen aus Risikogruppen während der Corona-Krise. Foto: TZ

Die Corona-Krise ist auch in den Pfarrgemeinden an der Erft angekommen: Ältere oder chronisch Kranke gehören zu den Risikogruppen und sind aufgerufen, das Haus nicht mehr zu verlassen. In dieser Situation hat die Fachberatung „Gemeindecaritas“ des Caritasverbands um Jürgen Weidemann gemeinsam mit den drei Seelsorgebereichen im Grevenbroicher Stadtgebiet das Projekt „Hilfe für Risikogruppen vor Ort“ aufgebaut.

Ehrenamtliche Helfer erledigen Einkäufe oder holen Rezepte vom Arzt und Medikamente aus der Apotheke. „Wir haben momentan eine verbindliche Anzahl von 105 Frauen und Männern, die den Dienst übernehmen“, berichtet Weidemann. Dreh- und Angelpunkt ist die Telefonnummer (0170) 84 50 782, die werktags von 10 bis 16 Uhr erreichbar ist. Hilfsbedürftige können sie genauso anwählen wie Helfer.

Zu den Hilfsbedürftigen gehören Menschen, die einer Risikogruppe angehören oder sich in Quarantäne befinden und jemanden für Botengänge benötigen. Helferinnen und Helfer, die eine „Patenschaft“ über sie übernehmen, sind Menschen zwischen 14 und 60 Jahren, die nicht zu einer Risikogruppe gehören, momentan nicht erkrankt sind und keine Symptome haben, die auf ein Corona-Virus hinweisen könnten. Weidemann bringt das Anliegen auf den Punkt: „Wir wollen in der Krise solidarisch sein und Menschen in unserer Nähe helfen.“