Grevenbroich: Innenstadt-Kirche wird saniert

St. Peter und Paul ist komplett eingerüstet. Foto: TZ
St. Peter und Paul ist komplett eingerüstet. Foto: TZ
Die Grevenbroicher Innenstadt-Kirche St. Peter und Paul ist eine Großbaustelle: Das Gotteshaus wird umfassend saniert. Experten hatten Feuchtigkeitsschäden und Risse entdeckt.

Nach einer Baubegehung durch Mitglieder des Kirchenvorstands im März 2007 wurden erhebliche Feuchtigkeitsschäden im Dachbereich dokumentiert, so dass eine Sanierung beim Erzbistum Köln beantragt wurde. Im Januar 2008 wurde der Planungsauftrag an das Architekturbüro Lenze+Partner in Wevelinghoven erteilt. Im Rahmen der Vorplanung wurden dann Gutachter für die Holzkonstruktion und für die Dachsanierung eingeschaltet, die umfangreiche Schäden feststellten, die es dringend zu beheben galt.

Nachdem das Erzbistum dann im Sommer 2009 die Genehmigung erteilt hatte, konnten die Ausschreibungen und Vergaben getätigt werden, und Aschermittwoch 2010 begannen die Bauarbeiten mit der Einrüstung der Außenfassaden. Zuerst galt es, die Schäden im Dachstuhl und am Dach zu beheben, um die eindringende Feuchtigkeit zu stoppen. Parallel dazu wurden die Rissschäden in der alten Sakristei und am Mauerwerk der Außenfassaden beseitigt. Nach der Einrüstung der Fassade zeigte sich, dass die Naturstein-Fenstergewände in einem deutlich schlechteren Zustand waren, als dies bis dahin erkannt wurde. So mussten die meisten Fenster ausgebaut und die Gewände zum großen Teil erneuert werden. Bis Weihnachten 2010 zogen sich die Arbeiten im Außenbereich hin, und im Januar 2011 konnte dann mit den Innenarbeiten begonnen werden. Die gesamte Kirche musste aufwendig eingerüstet werden, da die zahlreichen Risse im Gewölbe saniert werden mussten und anschließend der Innenanstrich erneuert wurde.

Während der Innenarbeiten stellte sich bei Wartungsarbeiten heraus, dass der stählerne Glockenstuhl schadhaft war und es notwendig war, diesen komplett durch einen neuen Holzglockenstuhl zu ersetzen.

Inzwischen neigen sich die Innenarbeiten dem Ende zu. Derweilt werden noch die Kapitelle und die Säulen gestrichen, und danach kann das Gerüst, abgebaut werden. Es werden dann noch der Natursteinfußboden aufgearbeitet sowie Bänke, Beichtstühle und Altäre aufgebaut. Teilweise sollen sie vorher noch restauriert werden. Abschließend wird die Orgel, die während der Bauarbeiten eingehaust wurde, wieder ausgepackt. "Wann die Orgel dann wieder zur ersten Messe in der dann komplett renovierten Kirche aufspielt, kann derzeit noch nicht gesagt werden", berichtet der zuständige Architekt Bernd Sokolowski. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die zu großen Teilen vom Erzbistum Köln getragen werden.