Grevenbroich: Soziallotsen in den Seelsorgebereichen

Jürgen Weidemann koordiniert das Soziallotsen-Projekt. Foto: TZ
Jürgen Weidemann koordiniert das Soziallotsen-Projekt. Foto: TZ

In den drei Grevenbroicher Seelsorgebereichen wird es künftig so genannte Soziallotsen geben. Möglich gemacht wird das Projekt durch eine Kooperation des Caritasverbands mit den Pfarreiengemeinschaften „Elsbach/Erft“, „Niedererft“ und „Vollrather Höhe“.

Jürgen Weidemann, Fachberater beim Caritasverband, koordiniert das Vorhaben und hatte den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Seelsorgebereichen die entscheidende Frage schnell gestellt: „Wie kommen wir an die Menschen und ihre Sorgen heran?“ Bei der Lebensmittelausgabe am „Fairen Tisch Niedererft“ etwa wird deutlich, was die Klienten bedrückt: Einsamkeit oder Krankheit, Überschuldung oder Alkoholproblem, Ärger mit der Familie oder Problem mit der Behörde.

Deshalb sucht Weidemann jetzt Soziallotsen, die Zeit investieren und anderen Menschen helfen beziehungsweise hilfreiche Kontakte vermitteln wollen. Ende September/Anfang Oktober beginnt eine Fortbildungsreihe, und Weidemann ist zuversichtlich, „15 bis 20 Leute zusammenzubekommen“. Danach soll es in jedem Seelsorgebereich eine Anlaufstelle: eine in der Kapellener Altentagesstätte St. Clemens, eine in der Gemeinde St. Joseph in der Südstadt und eine an einem noch zu findenden Ort im Raum „Elsbach/Erft“. Wer mitmachen möchte, kann sich unter Telefon (0 21 81) 8 19 92 07 melden.