Grevenbroicher Südstadt: Turm von St. Joseph wird saniert

Wie von Christo verhüllt: der Turm von St. Joseph in der Grevenbroicher Südstadt. Foto: TZ
Wie von Christo verhüllt: der Turm von St. Joseph in der Grevenbroicher Südstadt. Foto: TZ
Der Turm von St. Joseph ist das Wahrzeichen der Grevenbroicher Südstadt. „Er steht für die feste Verwurzelung der Kirche in diesem Stadtteil. Und ein solcher Turm ist immer mehr als nur ein Glockenträger, er ist Zeichen einer größeren Gegenwart“, sagt Dr. Meik Schirpenbach, der leitende Pfarrer in Grevenbroich und Rommerskirchen. Und weil das so ist, wird das 36 Meter hohe Ausrufungszeichen des Glaubens saniert.
 
Teile des Betons waren geplatzt und einige dicke Brocken schon heruntergefallen. Jetzt, da der Turm eingerüstet ist, steht ein Großteil der Arbeiten in den trapezförmigen Schalllöchern im Bereich des Glockenstuhls auf dem Programm. Der Stahl, der sich in den schlanken Konstruktionen befindet, ist verrostet und hat teilweise die Ummantelung gesprengt. Da das Gotteshaus unter Denkmalschutz steht, müssen die Arbeiten mit dem Landschaftsverband Rheinland und der Stadt Grevenbroich abgestimmt werden.
 
Wenn die Schäden beseitigt sind, reinigen Fachleute das Gebäude mit Granulat, um die Spuren der Sanierung vergessen zu machen. Zuvor müssen sich die Handwerker aber noch den Kirchturmuhren widmen, deren Zifferblätter in die Jahre gekommen sind. Der Kölner Architekt Gottfried Böhm hatte 1959 mit dem Bau von St. Joseph seine Vision von einem modernen Gotteshaus umgesetzt.