Großes Jubiläum: 750 Jahre Deutscher Orden in Elsen

Der Altar der Deutschordens-Kirche St. Stephanus in Elsen.
Der Altar der Deutschordens-Kirche St. Stephanus in Elsen.

Die Gemeinde St. Stephanus bereitet sich auf ein Großereignis vor: Zum Jubiläum "750 Jahre Deutscher Orden in Elsen" kommt der Hochmeister aus Wien angereist.

St. Stephanus ist eine alte Deutsch-Ordens-Kirche: Das Kreuz der Gemeinschaft über dem barocken Altar, die Tür des Komturs oder Teile des alten Chorgestühls zeugen heute noch von einer großen Geschichte. Wer in Grevenbroich von der Ortschaft Elsen spricht, der denkt deshalb an den Deutschen Orden. Bereits im Jahr 1263, also vor nunmehr 750 Jahren, gelangten Dorf und Kirche an die Ordensgemeinschaft, und es begann ein fruchtbares Zusammengehen, das erst mit der Säkularisation Napoleons ein vorläufiges Ende fand.

Doch den christlichen Glauben und die daraus resultierende Bereitschaft, sich für den nächsten einzusetzen, konnte keine staatliche Macht unterbinden. So gründeten weltliche Mitglieder des Deutschen Ordens 1979 den „Deutschordenskinderheim Elsen e. V." und übernahmen die Trägerschaft von Haus St. Stephanus und eines Kindergartens. Später wurde der Verein in „Deutschordens Jugend- und Familienhilfe" umbenannt.

Zum großen Jubiläum „750 Jahre Deutscher Orden in Elsen“ kommt der 65. Hochmeister, Generalabt Dr. Bruno Platter aus Wien. Am Freitag, 15. November, eröffnet er um 18.30 Uhr eine Ausstellung im Grevenbroicher „Museum der niederrheinischen Seele“ in der Villa Erckens. Tags darauf feiert er ab 10 Uhr ein Pontifikalamt in St. Stephanus.