Gustorf: Pater Harrie de Zwart feiert sein Diamantenes Priesterjubiläum

Assumptionisten-Pater Harrie de Zwart aus Gustorf ist seit 60 Jahren Priester, Foto: TZ
Assumptionisten-Pater Harrie de Zwart aus Gustorf ist seit 60 Jahren Priester, Foto: TZ
Sein Diamantenes Priesterjubiläum begeht Assumptionisten-Pater Harrie de Zwart. Am Samstag, 9. Dezember, wird der Dankgottesdienst um 17 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt gefeiert, tags darauf um 15 Uhr beginnt ein Empfang im Gustorfer Pfarrheim.
 
Der aus den Niederlanden stammende Seelsorger hat 29 Jahre segensreich als Pfarrer der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt gewirkt und lebt heute in ihrem Seniorenstift St. Josef. Seine Liebe zur Wahl-Heimat gipfelte im Jahr 2001 in der Tatsache, dass er als erster Pfarrer und Präses der jahrhundertealten St.-Sebastianus-Bruderschaft als Schützenkönig regierte. 
 
De Zwart wurde 1930 in Tilburg in der niederländischen Provinz Brabant geboren. Nach seiner Profess studierte er Theologie, Philosophie und Kirchenrecht in Antwerpen, Paris, Namur und Löwen und kam im Anschluss an seine Kaplanszeit in Brüssel nach Deutschland. Zunächst war er Krankenhausseelsorger in Essen, danach führte sein Lebensweg in den Rhein-Kreis Neuss, genauer: in die Gemeinde St. Elisabeth in Reuschenberg, wo er zehn Jahre blieb.
 
Seine Einführung als Pfarrer von Gustorf, Gindorf und Laach erfolgte 1976. Kannte Harrie de Zwart, der Deutsch, Niederländisch, Französisch, Englisch und Portugiesisch spricht, seine neue Wirkungsstätte damals nur als Ort auf der Landkarte, so hat sich diese Einstellung mehr als verändert: „Irgendwann habe ich nicht mehr gesagt, ich fahre zurück nach Gustorf, sondern ich fahre nach Hause”, bekennt der Jubilar.
 
Was alles nichts daran änderte, dass de Zwart kurz vor Vollendung seines 75. Lebensjahres nach Malmedy im Bistum Lüttich versetzt wurde. In Belgien hat er gute Erfahrungen gemacht: „Ich hatte dort sechs glückliche Jahre“, sagt er. Der Kontakt zu den Gustorfern ist derweil nie abgerissen. Im Gegenteil: Viele Gläubige aus der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt „pilgerten” immer wieder nach Malmedy, um ihren alten Pastor zu besuchen. 2010 kehrte de Zwart nach Gustorf zurück. Dort ist er vielen Menschen schließlich nicht nur ein beliebter Seelsorger geworden, sondern auch ein guter Freund.