Gustorfer bauten alter Kirche ein Denkmal

Das Denkmal der Schützen stellt die alte Gustorfer Kirche dar. Foto: TZ
Das Denkmal der Schützen stellt die alte Gustorfer Kirche dar. Foto: TZ
Wenn der „Bürgerschützenverein 1862 der Pfarre Gustorf“ am 21. September sein Jubiläumsfest zum 150-jährigen Bestehen beginnt, dann hat er sich schon einen bleibenden Verdienst erworben: Neben der Kirche St. Mariä Himmelfahrt haben die Heimatfreunde ein Denkmal errichtet.

Die Plastik steht auf einem massiven Steinblock und zeigt den Vorgängerbau des wegen seiner beachtlichen Größe „Erftdom“ genannten Gotteshauses, in dem die heiligen Messen von 1130 bis 1872 gefeiert worden waren. In liebevoller Kleinarbeit haben die Schützen unter Leitung von Präsident Hans Voigt ein maßstabgetreues Modell aus zusammengeschweißten Blechelementen gebaut. „Die frühere Kirche gehörte zur Gustorfer Burg, einer von Wassergräben umgebenen Hofanlage“, so steht es auf einer Informationstafel zu lesen.
 
In einem Türsturz, den man beim Abbruch fand, war die Zahl „1130“ eingemeißelt, das mutmaßliche Baujahr des ersten Gustorfer Gotteshauses. Mitte des 19. Jahrhunderts konnte es seinen Zweck jedoch kaum noch erfüllen, da die Pfarrei stark angewachsen war und der Raum nicht mehr reichte. Das romanische Bauwerk mit Westturm und halbrunder Apsis machte deshalb Platz für den „Erftdom“.