Gustorfer „Erftdom“ wird restauriert: St. Mariä Himmelfahrt an vielen Stellen marode

Die Schäden sieht man auf den ersten Blick nicht: Der Kirche St. Mariä Himmelfahrt muss restauriert werden. Foto: TZ
Die Schäden sieht man auf den ersten Blick nicht: Der Kirche St. Mariä Himmelfahrt muss restauriert werden. Foto: TZ

Die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Gustorf muss restauriert werden. Das wegen seiner Lage und Größe „Erftdom“ genannte Gotteshaus aus dem 19. Jahrhundert ist an vielen Stellen marode.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen, wie lange sie genau dauern werden, ist noch nicht klar. Zwölf bis 18 Monate könnte das Projekt schon in Anspruch nehmen, schätzt Dr. Meik Schirpenbach, der leitende Pfarrer im Sendungsraum „Grevenbroich/Rommerskirchen". Nicht nur für ihn zählt St, Mariä Himmelfahrt „zu den bedeutendsten kunsthistorischen Zeugnissen im gesamten Stadtgebiet“.

Die Witterung hat aber kräftig an der Bausubstanz der neugotischen Kirche genagt. Feuchtigkeit ist an vielen Stellen ins Mauerwerk eingedrungen, der Frost hat zahllose Fugen gesprengt, etliche Steine müssen erneuert werden. Die Fachleute gehen außerdem davon aus, dass etwa ein Achtel des Schieferdachs erneuert werden muss.

Mit der Planung der Arbeiten beauftragte die Gemeinde den Kölner Architekten Detlef Stephan, der sich auf historische Bauwerke spezialisiert hat. Die Gewerke sind ausgeschrieben, der Kirchenvorstand erwartet jetzt die Rückmeldungen der Handwerksbetriebe. Den Großteil der Kosten wird das Erzbistum tragen, allerdings muss sich auch die Gemeinde daran beteiligen.