Gustorfer erinnern an Stifter des Erftdoms

Erftdom: St. Mariä Himmelfahrt in Gustorf. Foto: TZ
Erftdom: St. Mariä Himmelfahrt in Gustorf. Foto: TZ
An die Geschwister Mechtildis, Josef und Johann-Adolf Sinsteden erinnert die Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt. Die drei kinderlos gebliebenen Katholiken stifteten im 18. und 19. Jahrhundert viel Geld für gute Zwecke, besonders für den Bau der wegen ihrer Größe „Erftdom" genannten Kirche in Gustorf.
 
Am Samstag, 14. März, wird dort ab 17 Uhr ein Hochamt für die Stifter gefeiert. Für den musikalischen Rahmen sorgt ein Bläserquintett, das 2014 beim Wettbewerb „Jugend musiziert" den zweiten Platz belegte. Mehr als 30 000 Taler hatten die Sinstedens für den Bau der Kirche gespendet, nachdem der Vorgängerbau zu klein geworden war. Mit Edelsteinen aus ihrem Familienschmuck ließ Mechtildis sogar die Monstranz verzieren. Allerdings sollte diese Großzügigkeit auch nicht vergessen werden: Getreu dem Testament, wird für die Stifter regelmäßig eine Messe gelesen.
 
Mechtildis Sinsteden wurde 1782 in der Gustorfer Mühle geboren, heiratete Johann Kaspar Heinrich Neuhoff und lebte mit ihm auf dem Tempelhof in Deutz. Dies brachte ihr den Spitznamen „Tempel-Madamm" ein. Daran erinnert auch eine Bleiverglasung in einem Fenster der Klosterbasilika in Knechtsteden. Auch in Gustorf selbst ist der Name Sinsteden unvergessen — und das liegt nicht nur am „Erftdom" und am Pavillon davor, der an die Geschwister erinnert: Das Seniorenstift St. Josef trägt den Namen von Mechtildis' Bruder Josef. Die Einrichtung war zunächst ein Krankenhaus, für dessen Bau die drei Geschwister das Grundstück zur Verfügung gestellt hatten.