Haus St. Stephanus in Elsen: Bewohner pilgern auf dem Jakobsweg

Die Leitung des Hauses St. Stephanus in Elsen freut sich aufs Pilgern auf dem Jakobsweg.
Die Leitung des Hauses St. Stephanus in Elsen freut sich aufs Pilgern auf dem Jakobsweg.
Die Jugendhilfeeinrichtung Haus St. Stephanus in Elsen plant 2018, den Jakobsweg nach Santiago de Compostela mit den Wohn- und Tagesgruppen als auch mit Klienten und Mitarbeitenden der anderen Hilfeformen zu Fuß oder per Rad zu erpilgern.
 
„Jede Gruppe kann selbst entscheiden, welche Teilstrecke sie zum Beispiel während der Ferien gehen möchte“, ergänzt Daniela Logtenberg, eine der vier Organisatoren: „Uns ist wichtig, dass möglichst viele Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter der Einrichtung erleben können, was der Pilgerweg mit einem selbst macht und wie dieser auch ganz persönlich nachwirkt.“ Sie als auch ihr Kollege Peter Coenen wissen, von was sie sprechen. Bereits im Herbst pilgerten die beiden mit fünf Jugendlichen der Einrichtung auf den letzten 118 Kilometern bis nach Santiago: „Alle haben die Strecke, wenn auch mit vielen Blasen an den Füßen bis zum Ziel geschafft. Das war eine enorm wichtige Erfahrung für die Jugendlichen und für deren Selbstvertrauen.“
 
Das neue Jahr startete mit einem sogenannten „Anpilgern“. Mit einer 47-köpfigen Gruppe ging es von Niehl über den Jakobsweg zum Kölner Dom. Dort empfing Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp sehr persönlich jeden einzelnen Haus-St.-Stephanus-Pilger und erteilte den Aussendungssegen für die geplanten Reisen. Zum Schutz und als Erkennungszeichen überreichte er jedem die Pilgermuschel, die auf dem Weg stets darin erinnern soll, das Ziel des Jakobswegs nicht aus den Augen zu verlieren und immer wieder Mut zu schöpfen, wenn es auch einmal steinig und schwierig wird.
 
Das Haus St. Stephanus in Elsen ist eine Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe mit sechs Standorten in Grevenbroich und Mön-chengladbach. Zu den Hilfsangeboten für problembelastete Kinder, Jugendliche und ihre Familien zählen fünf Wohngruppen, drei Tagesgruppen, Erziehungsstellen, Hilfen zur Verselbständigung von jungen Menschen und ambulante Hilfen. Darüber hinaus werden erwachsene Menschen mit Behinderungen im Rahmen von Betreutem Wohnen unterstützt. In allen Hilfeformen werden ausdrücklich auch die Eltern in ihrer Not gesehen und qualifiziert begleitet.