In Gohr hat die Wallfahrt zur heiligen Odilia begonnen

Ziel der Gohr-Pilger: die Pfarrkirche St. Odilia. Foto: TZ
Ziel der Gohr-Pilger: die Pfarrkirche St. Odilia. Foto: TZ
Mit einer Familienmesse, an der auch Pilger teilnahmen, begann jetzt die Odilien-Oktav in der Gohrer Pfarrkirche. Es folgen zahlreiche Gottesdienste, unter anderem eine Messe mit Krankensalbung am Freitag, 15. Juni, um 14.30 Uhr. Die Wallfahrt zum Gnadenbild der heiligen Odilia endet am Sonntag, 17. Juni, mit dem 11-Uhr-Gottesdienst.
 
Die Predigtreihe, die Klaus Koltermann, der leitende Pfarrer im Seelsorgebereich „Dormagen-Nord“, anlässlich der Oktav vorbereitet hat, steht unter dem Leitwort „Bruder Tod – er geht jeden Menschen an“.
 
Damit möchte der Priester die vielgestaltige Wirklichkeit von Sterben und Tod in den Blick nehmen und zum Nachdenken anregen. „Der Tod gehört zum Leben. Diese Realität wird heute von immer mehr Menschen verdrängt. So wundert es nicht, dass Sterben und Tod vielen in unserer Gesellschaft fremd geworden sind“, so Koltermann.
 
Der heilige Franziskus dagegen habe den Stellenwert des Todes für das Leben eines Menschen erkannt. „Aufgrund seines tiefen Glaubens wusste er, dass der Tod nicht das Ende bedeutet, sondern den Durchgang zu einem neuen, ewigen Leben im Licht Gottes. Deshalb kann er den Tod als Bruder Tod im Sonnengesang bezeichnen und darauf hinweisen, dass kein Menschen diesem Ereignis entgehen kann“, heißt es.