Kaarst: Katholische Jugendzentren vor dem Aus?

Kaarst: Katholische Jugendzentren vor dem Aus?

 

In Kaarst und Holzbüttgen stehen zwei katholische Jugendzentren offenbar vor dem Aus. Das jedenfalls sieht eine Vorlage für den Jugendhilfeausschuss vor, die Anfang Dezember beraten werden soll.
 
Derzeit werden vier von acht Jugendzentren in den Kaarster Stadtteilen von der katholischen Kirche betrieben: die Pampauke/Teestube in Büttgen, der Teapot in Vorst, das K24 in Holzbüttgen und der Treff am Turm in Kaarst. Sie alle bekommen einen städtischen Zuschuss in Höhe von insgesamt rund 115.000 Euro. Doch in Zukunft sollen die Zuschüsse umgeschichtet werden. Die Pläne sehen vor, dass das K24 und der Treff am Turm keine Zuschüsse mehr bekommen; das Geld soll demnächst nur noch dem Teapot zufließen, dessen Angebot dann ausgeweitet werden soll. Damit soll eine gleichmäßige Verteilung der Angebote für Jugendliche auf die verschiedenen Stadtteile erreicht werden. 
Hinter diesen Plänen steht eine "ganz große Koalition" aus CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, UWG und Zentrum. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Diakonie und die evangelische Jugend Holzbüttgen waren an der Ausarbeitung beteiligt. Einzig die katholische Kirche wurde bei den Gesprächen außen vor gelassen. 
 
Dementsprechend gering ist ihre Begeisterung. Die Umschichtung der finanziellen Mittel würde bedeuten, dass die beiden Jugendtreffs in Holzbüttgen und Kaarst faktisch vor dem Aus stehen, da sie mit den Zuschüssen ihr Personal finanzieren. Unverständlich ist dies vor allem vor dem Hintergrund, dass in den beiden vergangenen Jahren beide Standorte saniert wurden - nicht zuletzt mit erheblichen Eigen- und Spendenmitteln. Wie aus Kirchenkreisen zu erfahren ist, wollen die Verantwortlichen sich mit den Plänen nicht abfinden, sondern für den Erhalt ihrer Einrichtungen kämpfen.