Kammerchor an der Basilika Knechtsteden: „Messiah“ glanzvoll präsentiert

Kantor Bert Schmitz dirigierte Chor und Orchester bei der
Kantor Bert Schmitz dirigierte Chor und Orchester bei der "Messiah"-Aufführung in Knechtsteden. Foto: M. Vitz
In einem perfekten Zusammenspiel geriet die Aufführung des „Messiah – Oratorium für Soli, Chor und Orchester“ von Georg Friedrich Händel in der Basilika des Klosters Knechtsteden zu einem ganz besonderem Erlebnis – nicht nur für das Publikum.
 
Der Kammerchor an der Basilika Knechtsteden konzentrierte sich bei seinem traditionellen Konzert vor Weihnachten auf dieses grandiose Werk. In nur 24 Tagen des Jahres 1741 schrieb der seinerzeit in England lebende Händel dieses Meisterwerk der Barockzeit. Der Chor spielt in diesem Oratorium eine zentrale Rolle, was sich nicht zuletzt in der großen Anzahl der Chöre in diesem Werk spiegelt.
 
Mehr als zwei Stunden dauerte die Aufführung in der vollbesetzten Basilika. Wie einst Kritiker und Zuhörer bei der Uraufführung 1742 in Dublin über ein „höchst vollendetes Stück Musik“ schwärmten, so konnte man es auch bei diesem Konzert in ähnlicher Weise tun.
 
Der Kammerchor und das Barockorchester „Consortium Musica Sacra Köln“ unter der Gesamtleitung von Kantor Bert Schmitz zeigten wieder einmal eine großartige Leistung. Mitreißend, präzise und ausdrucksstark präsentierten die 29 Sängerinnen und Sänger diese barocke Kirchenmusik.
 
Die Freude der biblischen Botschaft brach an den entsprechenden Stellen mit einer Überzeugungskraft und Anschaulichkeit heraus, die man auch ohne Kenntnisse des alten englischen Textes verstehen konnte. Den Zuhörern wurde im Programmheft für alle Texte eine deutsche Übersetzung an die Hand gegeben.
 
Gerade das Wechselspiel zwischen Chor und Orchester war von Perfektion und barocker Eleganz gekennzeichnet. Die Solisten Nadine Balbeisi (Sopran), Arnon Zlotnik (Altus), Henning Jendritza (Tenor) und Bernhard Hüsgen (Bass) hatten nacheinander jeweils ihre großen Auftritte und glänzten mit Präsenz und stimmlicher Stahlkraft.
 
Das absolute Glanzstück, das exzessive „Hallelujah“, begeisterte nicht nur als Zugabe. Die Zuhörer bedankten sich mit Bravo-Rufen und Standing Ovations.