Katholikenrat bedauert Absage des geistlichen Gesprächsprozesses

Dialog funktioniert, wenn die Bedingungen stimmen - wie hier in Neuss.
Dialog funktioniert, wenn die Bedingungen stimmen - wie hier in Neuss.

Der Katholikenrat im Rhein-Kreis Neuss bedauert die Absage des geistlichen Gesprächsprozesses im Erzbistum Köln. Erzbischof Kardinal Meisner hatte die lange geplanten Dialogtage abgesagt und dies mit einer Überlastung der Ehrenamtlichen im Jahr des Eucharistischen Kongresses begründet. 

"Wir finden die ersatzlose Absage schade und sind weiterhin bereit, mit dem Erzbischof über die Zukunft unseres Glaubens und der Kirche zu sprechen", sagt Cornel Hüsch, Vorsitzender des Katholikenrates. Dass die Absage allein an den Ehrenamtlichen liegt, kann er nicht nachvollziehen. "Wenn die Teilnahme vom Erzbischof als Belastung gesehen wird, muss vielleicht das Konzept geändert werden." Hüsch verweist auf den sehr erfolgreichen Dialogtag in Neuss, zu dem der Katholikenrat vor Jahresfrist eingeladen hatte. "Ein guter Veranstaltungsort, gerne auch in Neuss, eine offene Atmosphäre ohne gelenkte Gedanken und Gespräche und eine freie Teilnahme aller Interessierten - damit haben wir gute Erfahrungen gemacht."